Ihre Stellenangebote zu Lagerhelfer (m/w)

Berufsbild Lagerhelfer / Produktionshelfer

Verpacken, Kontrollieren, Sortieren – In nur wenigen Bereichen eines Unternehmens fallen so viele verschiedene Aufgaben an wie im Lager oder in den Produktionshallen. Kein Wunder also, dass sich der Beruf des Lager- bzw. Produktionshelfers einer immer größeren Beliebtheit erfreut. So vielfältig wie die verschiedenen Branchen und Unternehmen sind dabei auch die denkbaren Tätigkeits- und Aufgabenbereiche.  

Welche möglichen Einsatzorte gibt es als Lager- und Produktionshelfer? Welches Gehalt lässt sich in diesem Berufsfeld verdienen und welche Optionen der Weiterbildung gibt es? Der nachfolgende Artikel gibt Ihnen einen ausführlichen Überblick über das Berufsfeld.  

Arbeiten im Lager: Aufgaben und Möglichkeiten 

Im Lager eines produzierenden Betriebs fallen viele Aufgaben an. Güter kommen an und müssen sortiert werden, hergestellte Waren werden verpackt und verschickt. Auch ständige Kontroll- und Wartungsarbeiten gehören zur täglichen Arbeit. 

Als Lagerhelfer unterstützen Sie die Lageristen bei der Warenannahme und der Kontrolle von Gütern.  Sie helfen beim Be- und Entladen von LKW und sortieren die Waren nach einem vorgegebenen System in Schränke, Regale oder auf Abstellflächen. Ausgehende Sendungen werden verpackt und versandfertig gemacht. Mit Hilfe einer speziellen Software protokollieren Sie die Art und Anzahl ein- und ausgehende Güter. Neben den verantwortungsvollen Aufgaben der Lagerlogistik fallen auch kleinere Wartungs- und Reinigungsarbeiten sowie Inventurtätigkeiten in das Jobprofil des Lagerhelfers. 

Produktionshelfer übernehmen hauptsächlich zuarbeitende Aufgaben in der Produktion, wie etwa die Vorbereitung der Rohstoffe für die maschinelle Verarbeitung oder das Beschicken der Anlagen. Darüber hinaus wirken sie auch bei der Qualitätskontrolle mit und unterstützen die Fachkräfte beim Pflegen und Umrüsten der Maschine. Mit ausreichend Erfahrung im jeweiligen Produktionsbereich dürfen Sie als Produktionsmitarbeiter Maschinen selbstständig bedienen und ihren Ablauf überwachen.  

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um als Lager- oder Produktionshelfer tätig zu sein? 

Im Gegensatz zur Arbeit als Lagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik ist für die Ausübung einer Hilfstätigkeit im Lager oder in der Produktion keine abgeschlossene Berufsausbildung nötig. Je nach Betrieb werden Sie zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses eingearbeitet und mit Ihren spezifischen Aufgabenbereichen vertraut gemacht. Dennoch ist es grundlegend ratsam, in Ihrer Bewerbung Arbeitserfahrung und Vorkenntnisse aus den Bereichen Produktion und Logistik, sofern vorhanden, zu nennen. Auch Arbeitszeugnisse oder diverse Bescheinigungen vermitteln Ihrem potenziellen Arbeitgeber ein positives Bild und bezeugen Ihre Kompetenzen.  

Die wichtigen Voraussetzungen, die Sie mitbringen sollten wenn Sie sich auf eine Stelle als Lager- oder Produktionsmitarbeiter bewerben möchten, sind körperliche Gesundheit und ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Logistische Aufgaben und die Handhabung der Maschinen sind häufig mit dem Einsatz von Körperkraft verbunden. Auch die unterschiedlichen Temperaturbedingungen, die von extrem kalt (z.B. in Kühlhäusern) bis hin zu sehr warm variieren können, sollten Ihnen nichts ausmachen. Als unterstützender Mitarbeiter in Lager und Produktion wird Ihnen ein gewisses Maß an Verantwortung zuteil: Die Kontinuität von Arbeitsabläufen, ununterbrochene Produktionsketten, sowie die Sicherheit des Arbeitsumfeldes hängen zu einem großen Teil von sorgfältiger und gewissenhafter Zuarbeit ab.  

Lager- und Produktionshelfer: Ihr Gehalt 

Die Verdienstmöglichkeiten für Lager- und Produktionshelfer variieren je nach Region, Branche und Betrieb stark. Auch die Berufserfahrung kann sich auf die Höhe Ihres Gehalts auswirken. In der Regel gilt: Je mehr Verantwortung Sie haben, desto mehr Geld steht Ihnen zu.  

Die Bundesagentur für Arbeit gibt eine Bruttogrundvergütung von etwa 1.925€ im Monat für Produktionshelfer und 2.007€ bis 2.116€ für Lagerhelfer an. Es ist zu erwähnen, dass es sich hierbei um bloße Richtlinien handelt, die den oben genannten Kriterien entsprechend abweichen können. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, sowie vermögenswirksame Leistungen sind branchenspezifisch und unterliegen ebenfalls den betrieblichen Bestimmungen.  

Hilfstätigkeit in Lager und Produktion – Und danach? 

Die Tätigkeit als Lager- oder Produktionsmitarbeiter kann der Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben sein. Nach einigen Jahren Arbeitserfahrung können Sie verschiedene Berufsausbildungen, zum Teil auch in verkürzter Form, absolvieren.  

 Die Externenprüfung gibt Ihnen die Möglichkeit, einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben. Um sich auf diese Prüfung vorzubereiten, absolvieren Sie Kurse, in denen fachspezifisches Wissen vertieft und Ihre Fähigkeiten ergänzt werden. Die Kurse finden berufsbegleitend statt, so dass Sie nicht unter finanziellen Einbußen leiden müssen. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Lagerhelfer haben Sie somit beispielsweise die Möglichkeit, sich zum Fachlageristen ausbilden zu lassen.  

Die Meisterprüfung kann von Hilfskräften in den Bereichen Lagerwirtschaft und Produktion auch ohne Berufsabschluss abgelegt werden. Lagerhelfer haben somit die Möglichkeit, einen Abschluss als Logistikmeister zu erlangen und Produktionshelfern bietet sich die Chance, Industriemeister oder staatlich geprüfter Techniker zu werden.   

Ganz egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden – die besten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben Sie mit einem Schulabschluss. Er ist nicht nur häufig die Voraussetzung zur Zulassung zu bestimmten Aus- und Weiterbildungsangeboten, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle in der Ermittlung der Höhe Ihres Gehalts.  Einen Schulabschluss können Sie an Abendschulen oder im Rahmen verschiedener Lehrgänge erwerben.