11 Freunde sollt Ihr sein: Tipps für gute Teamarbeit

Wenn die Zusammenarbeit im Team funktioniert, stimmen die Ergebnisse und jeder Einzelne ist produktiv. Im Idealfall macht die Arbeit sogar Spaß und schweißt die Gruppe zusammen. Aber was tun, wenn es hakt? Was tun, wenn jemand die Teamarbeit vergiftet? Mit unseren Tipps behältst du einen kühlen Kopf und kannst den Kollegen, der foul spielt, trotzdem integrieren!

 

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Die Mannschaft ist der Star!

Analysieren: Bevor du das Problem angehst, musst du herausfinden, worum es wirklich geht. Liegt es tatsächlich an dem einen Kollegen Oder ist er nur der Blitzableiter für eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem Projekt? Vielleicht haben sich auch einfach Missverständnisse aufgestaut? Stelle also erst einmal neutrale Fragen: „Ist Euch schon mal aufgefallen, dass im Team schlechte Stimmung herrscht? Woran liegt das Eurer Meinung nach? Was können wir anders machen?“ Hier sollte jeder einen Redebeitrag leisten können – vorausgesetzt er/sie hört dann auch den anderen ruhig zu, ohne zu kommentieren.

Genau hinhören: Wenn sich jemand beschwert, dass der eine Kollege immer so früh geht, liegt die Unzufriedenheit womöglich in Wahrheit darin, dass derjenige gerne selbst rechtzeitig in den Feierabend starten würde. Deshalb sollte im Team in diesem Fall angesprochen werden: Können einzelne Tätigkeiten besser verteilt werden?

Nicht anstecken lassen:
Ist die Stimmung im Team erstmal mies, fällt man schnell selbst ins Lästern. Ruckzuck steht man dann in der Teeküche oder auf dem Flur zusammen und zieht über die anderen, über das Team oder die ganze Firma her. Das macht schlechte Laune, führt zu Unproduktivität und vergiftet das Klima. Versuche also neutral zu bleiben und dich nicht auf eine Seite zu schlagen! Das klingt schwierig, ist aber deine ganz bewusste Entscheidung.

Sachlich bleiben: Anschuldigungen und Verallgemeinerungen setzen sich schnell in den Köpfen fest und werden durch pures Wiederholen zur gefühlten Wahrheit. Achte deshalb auch auf deine eigene Wortwahl. Statt zu verallgemeinern („Du gehst immer zu früh. Das nervt hier alle!“) formulierst du besser konkret und anhand von Beispielen: „Uns ist aufgefallen, dass Du gestern und letzte Woche zweimal früher gegangen bist. Gab es dafür einen wichtigen Grund? Die Kollegen X und Y hätten noch Unterstützung beim Projekt gebraucht.

Regeln festlegen:
Ist das Problem identifiziert, sollten alle gemeinsam nach Lösungen suchen und konstruktiv an Regeln arbeiten, die für das gesamte Team gelten. Sie können vielleicht sogar an das Whiteboard geschrieben oder an die Tür gehängt werden. Dabei ist besonders wichtig, eine hitzige Diskussion wieder zu versachlichen und positive Ergebnisse festzuhalten. Die Auseinandersetzung sollte sich immer um die Sache drehen, nie um Persönliches.

Hilfe hinzuholen: Manche Situationen sind so festgefahren, dass sie sich nicht durch das Team selbst lösen lassen. Gerade länger schwelende Konflikte können kaum mit Argumenten und Teamregeln gelöst werden. Verständigt euch also auf einen Moderator des Konflikts. Das kann ein Vorgesetzter sein oder eine Vertrauensperson aus dem Betriebsrat. Könnt ihr euch nicht auf jemanden einigen, dann sprich mit der Personalabteilung. Die kennen sich mit solchen Fällen aus und können bei Bedarf einen externen Mediator hinzuziehen.

Fünfe gerade sein lassen:
Überlege noch mal genau, ob die Situation wirklich so ernst ist. Habt ihr im Team vielleicht gerade besonders viel Stress? Ist der junge Vater einfach übernächtigt, die Kollegin hat Liebeskummer und der gemeinsame Kunde ist für alle anstrengend? Dann kann eine gemeinsame Mittagspause in der Pizzeria nebenan oder das Tisch-Kickern nach Feierabend vielleicht schon manche Spannung lösen. Einen Versuch ist es allemal wert!