Achtung, E-Mail! Wie weit darf private Nutzung gehen?

„Schatz, heute wird es leider später.“ Eine private E-Mail über den Dienst-PC ist schnell verschickt. In den meisten Betrieben ist das auch ganz unproblematisch oder sogar ausdrücklich erlaubt. Wer allerdings nicht möchte, dass der Arbeitgeber private Dinge erfährt, sollte vorsichtig sein. Hier erfahrt Ihr alles zum Thema private E-Mails bei der Arbeit.

 

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Wie die Sache mit den privaten E-Mails meistens geregelt ist

Viele Unternehmen erlauben die private Nutzung von E-Mails und halten das im Arbeitsvertrag fest. Ist dort oder in sonstigen Betriebsvereinbarungen gar nichts geregelt, kannst Du davon ausgehen, dass eine private Nutzung geduldet wird. Wenn Deine Firma nicht innerhalb von drei oder sechs Monaten mal nachfragt, kannst Du die Erlaubnis voraussetzen. Eine nachträgliche Kündigung wegen privater Nutzung des E-Mail-Kontos ist dann jedenfalls kaum noch durchsetzbar. Mitlesen darf der Arbeitgeber Deine E-Mails nicht.

Warum manche Arbeitgeber etwas gegen private E-Mails haben

Manche Arbeitsverträge schließen eine private Nutzung des E-Mail-Kontos kategorisch aus. Was für Mitarbeiter kleinlich klingt, hat einen einfachen Grund: Für Eure Arbeitgeber ist die Rechtslage kompliziert. Sie müssen das Fernmeldegeheimnis einhalten. Das heißt zum Beispiel, dass Geschäftsführer sich theoretisch schon strafbar machen, wenn Deine privaten E-Mails von der Urlaubsvertretung gelesen werden. Es ist also keinesfalls Schikane, wenn der Betrieb hier stur bleibt, sondern Selbstschutz.

Welche E-Mails der Arbeitgeber lesen darf

Ist die private Email-Nutzung ausdrücklich verboten, kann der Arbeitgeber sämtliche eingehende Nachrichten wie Geschäftspost behandeln und jederzeit einsehen. Er darf zum Schutz von Betriebsgeheimnissen und seiner IT-Sicherheit stichprobenartig die E-Mails in seinem Unternehmen überprüfen. Es werden also auch dann nicht alle E-Mails automatisch überwacht und mitgelesen.

Welche privaten E-Mails immer erlaubt sind

Egal, ob bei Euch die private Nutzung des E-Mail-Kontos verboten oder erlaubt ist. Private Nachrichten darfst Du immer verschicken, wenn es um dienstliche Dinge geht. Zum Beispiel, wenn Du Deinem Partner mitteilen musst, dass Du wegen der Arbeit später nach Hause kommst, oder wenn ein Meeting so lange dauert, dass du einen privaten Termin nicht einhalten kannst. Auch die Abstimmung mit der Mitfahrgelegenheit unter den Kollegen gehört dazu.

3 Tipps für die private E-Mail-Nutzung

Auf der sicheren Seite bist Du, wenn Du…

  • Dir vom Betriebsrat oder der Personalabteilung schriftlich bestätigen lässt, welche Regelung in Deinem Betrieb herrscht und was das für Dich persönlich heißt.
  • Deine private E-Mail-Kommunikation auf ein Minimum beschränkst und auf Deine Freizeit verlegst.
  • Private E-Mails mit betrieblicher Begründung als solche schon im Betreff kennzeichnest.


Fazit:
Am besten fragst Du offen nach, wenn Dir unklar ist, wie das Thema private E-Mails bei Euch geregelt ist.

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