Arbeitest du noch oder isst du schon? Finde heraus, welcher Lunch-Typ du bist

Mittags um 12 Uhr in Deutschland: Werkzeuge werden zur Seite gelegt, Helme abgesetzt, Computer ausgeschaltet. Es ist Pausenzeit und die Arbeit ruht. Kollegen begeben sich mit einem „Mahlzeit“ auf den Weg in die Kantine oder zur Imbissbude, packen ihre belegten Brote aus oder stellen die Mikrowelle im Pausenraum an. Wir alle müssen nicht nur arbeiten, wir alle müssen auch irgendwann essen – egal, ob es um 12 oder 13 Uhr ist. Was dann auf deinem Teller landet und auf welche Art du gern deine Mittagspause verbringst, sagt eine Menge über dich aus. Wir haben sechs häufige Pausentypen zusammengestellt. Findest du dich darin wieder?

Der Gesundheitsbewusste: Mittags muss es ein Salat sein. Oder so eine Bowl mit Avocado. Du weißt natürlich, welche Nährstoffe du benötigst, um leistungsfähig zu bleiben. Die Mahlzeit soll nicht schwer im Magen liegen, sondern dafür sorgen, dass dir nicht vor lauter Schwäche die Dinge aus der Hand fallen. Du isst bewusst und gesund. Dass ist sehr gut, aber vergiss vor lauter Disziplin nicht den Spaß an der (Essens)-Sünde.

Der Konservative: Currywurst, Lasagne, Jägerschnitzel oder Spaghetti Bolognese – du stehst auf Klassiker, die in jeder Kantine und an jedem Imbiss beliebt sind. Du ziehst eine ordentliche Schüssel Pommes rot-weiß jedem exotischen Menü vor. Neues auszuprobieren ist nicht dein Ding. Es beruhigt dich, wenn es freitags in der Kantine zuverlässig Seelachsfilet gibt. Und wenn du immer mit Peter aus der IT zusammensitzt. Brich ruhig auch mal aus dem Gewohnten aus, wer weiß, was du entdeckst!

Der Instagrammer: Egal was du isst, es muss gut aussehen. Denn sofort zückst du dein Smartphone, lichtest deinen Teller ab und schickst es auch schon in die Welt hinaus. Dir ist es wichtig, was die Insta-Community dazu schreibt und du genießt das Lob aus dem Web. Manchmal vergisst du vor lauter virtueller Welt aber die netten Kollegen um dich herum – oder musst ein schönes aber kaltes Essen verdrücken.

Der Bekehrer: Du hast da dieses Buch gelesen und seitdem lebst du vegan und es geht dir so gut! Dem Kollegen mit seinem Mettbrötchen würde diese Ernährung sicher auch guttun, darum hast du ihm das Buch gleich mitgebracht. Oder du bist überzeugt von der Intervall-, Pareo- oder Low-Carb-Diät und musst sie jedem ganz genau erklären. Denn du siehst ja den dicken Bauch von Kollege Meyer oder die ungesunde Gesichtsfarbe von Kollegin Müller. Denk daran, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist und nur für sich entscheiden kann.

Der Picknicker: Mit den Kollegen in die Kantine oder zum Mittagstisch zu gehen, kommt für dich nicht in Frage. Jeden Tag Geld für eine warme Mahlzeit auszugeben, wird dir auf Dauer viel zu teuer. Deshalb schmierst du dir jeden Morgen dein Brot, vielleicht noch garniert mit Gürkchen. Zur Pausenzeit klappst du dann einfach deine Tupperdose auf und bist versorgt. Du selbst entscheidest, ob du im Pausenraum oder auf der Parkbank in der Sonne isst. Als Individualist solltest du aber erwägen, dich hin und wieder zu verabreden – dann verpasst du auch weniger vom Flurfunk.

Der Fertiggericht-Fanatiker: Das freundliche „Ping“ der Mikrowelle macht dich glücklich. Du bringst dir ein schnelles Essen vom Supermarkt mit und wärmst es in deiner Pause auf. Du magst Fertiggerichte, egal ob Ravioli oder Suppe. Und du magst, wenn es schnell geht. Vielleicht, weil du zügig zurück zur Arbeit willst oder weil Nachrichten auf dem Handy warten. Womöglich könntest du etwas mehr Gelassenheit lernen.

Es gibt somit ganz unterschiedliche Lunch-Typen. Nun hast du eine Ahnung, wozu du dich zählst oder welcher Spezies dein Kollege angehört. Das kannst du lächelnd so hinnehmen. Oder im nächsten Schritt darüber nachdenken, was das vielleicht auch über dich und deine Arbeitsweise aussagt. Wenn du als „Bekehrer“ mittags deine Kollegen zu Veganern oder Zuckerabstinenzlern umerziehst – könnte es dann auch sein, dass du im Job gern den anderen erklärst, wie es richtig geht? Du bist vermutlich begeisterungsfähig und konsequent, aber solltest respektieren, wenn andere eine abweichende Meinung vertreten. Und wenn du als „Instagrammer“ alles abfotografierst, stellt sich die Frage ob das „hier und jetzt“ und der Genuss nicht zu kurz kommen. Horche in dich hinein, was du als bestimmter Lunch-Typ aus deinen Stärken und Schwächen lernen kannst. Und bis dahin: Guten Appetit!