Besser als ihr Ruf: Warum Job-Hopper attraktiv für Arbeitgeber sind

Der Jahreswechsel steht an, der Job ist immer noch der gleiche und leider etwas öde? Oder man eckt dauernd bei den Kollegen an? Dann muss der alte Job eben weg und etwas Neues her! So oder so ähnlich stellen sich Personalverantwortliche die Motivation von Job-Hoppern vor - von Mitarbeitern, die aus einer Laune heraus von einem Job zum nächsten tingeln.

 

Job-Hopper, Mann mit Aktentasche springt

Sie gelten in den Personalabteilungen vieler Unternehmen als unzuverlässig. Wer häufig die Stelle wechselt, vermittelt Instabilität und weckt Befürchtungen, dass man sich nicht wirklich in den Dienst des Unternehmens stellt. Schließlich will niemand Mitarbeiter, die ihren Arbeitgeber nicht zu schätzen wissen und beim ersten verlockenden Angebot sofort weiterziehen. Bei der Stellenbesetzung haben Job-Hopper deshalb erst einmal deutlich schlechtere Chancen als Bewerber mit mehrjährigen Beschäftigungs- verhältnissen im Lebenslauf.

 

Der Wechsel ist inzwischen keine Ausnahme mehr

Doch viele Arbeitgeber denken bereits um. Sie akzeptieren,  dass der Wunsch nach Veränderung nichts Schlechtes ist und ein flexibilisierter Arbeitsmarkt zwangsläufig irgendwann auch entsprechende Spuren in den Lebensläufen hinterlässt.

In manchen Branchen ist ein häufiger Wechsel des Arbeitgebers inzwischen sogar eher die Regel als die Ausnahme. Die Generationen Y und Z, die in die Arbeitswelt nachrücken, finden es sowieso nicht mehr erstrebenswert, jahrelang bei einem Arbeitgeber zu bleiben, zumindest dann nicht, wenn Stillstand droht.  

 

Für Millennials ist Ausprobieren normal

Studien zufolge will mehr als jeder dritte Millennial in den nächsten zwei Jahren den Arbeitgeber wechseln. Etwa die Hälfte von ihnen strebt den Wechsel sogar für die nächsten zwölf Monate an. Fehlenden Weiterbildungsmöglichkeiten sind dabei ein Hauptgrund für den Veränderungswunsch. Außerdem zeigen unsere Untersuchungen, dass die Möglichkeit zur Weiterentwicklung für Millenials ein wesentlicher Faktor bei der Arbeit ist.  Ist diese nicht gegeben, sucht man sich etwas Neues.  Angst vor dem Wechsel haben die wenigsten. Unsere Studien zeigen, dass Millennials ihre Karrieremöglichkeiten oft optimistisch einschätzen. 62 Prozent sind zuversichtlich, dass sie, falls sie ihren Job morgen verlieren würden, innerhalb von drei Monaten einen neuen gleichwertigen, oder sogar besseren Job finden könnten.

Daher muss es heutzutage kein schlechtes Zeichen sein, wenn jemand in der Vergangenheit oft den Arbeitgeber gewechselt hat. Im Gegenteil: Wir bei der ManpowerGroup finden Menschen, die vieles ausprobieren, richtig gut. Denn ein Mitarbeiter, der schon viele Stationen durchlaufen hat, bringt auch klare Vorteile mit. Er hat viele Erfahrungen gesammelt und unterschiedliche Unternehmen und unterschiedliche Perspektiven kennengelernt.

 

Auf die Präsentation kommt es an

Job-Hopper sollten ihren Lebensweg also nicht verstecken, sondern selbstbewusst ihre beruflichen Stationen präsentieren. Wichtig ist es dabei natürlich, die häufigen Jobwechsel in ihrem Lebenslauf in ein möglichst gutes Licht zu rücken. Verschweigen ist tabu – und es wird auch keinen Personalchef überzeugen, wenn mehrere, kurze Beschäftigungszeiten einfach ohne Erläuterung tabellarisch aufgelistet werden. Besser ist es, gute Gründe für die Beendigung der letzten Beschäftigungsverhältnisse zu nennen. Gab es betriebsbedingte Kündigungen? Waren die Stellen sowieso befristet?

Eine weitere Möglichkeit ist es, die einzelnen beruflichen Stationen nicht mit Datum aufzulisten, sondern zu Themen und Projekten zusammenzufassen, so dass der häufige Wechsel des Arbeitgebers gegenüber den Inhalten an Bedeutung verliert. Einen positiven Eindruck vom beruflichen Werdegang sollte man natürlich auch im Vorstellungsgespräch vermitteln.  

 

Wir bieten Raum zum Ausprobieren

Als Personaldienstleister haben wir viele gute Erfahrungen mit Kandidatinnen und Kandidaten gemacht, die schon in verschiedenen Bereichen berufliche Fähigkeiten erworben haben. Oft haben sie nach einigen Stationen besonders konkrete Vorstellungen davon, wo sie beruflich hinwollen und welche Rahmenbedingungen ihnen wichtig sind.

Und denen, die ihre Berufswahl noch nicht abschließend getroffen haben, können wir als Personaldienstleister besonders viele Möglichkeiten bieten, sich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren.  Also, liebe Job-Hopper: Herzlich Willkommen bei der ManpowerGroup.