Das Großraumbüro: Fluch oder Segen?

Wenn Sie eine Bürotätigkeit ausüben, wie sieht dann Ihr perfekter Arbeitsplatz aus? Sind Sie gern ungestört in einem Einzelbüro, lieber gemeinsam mit zwei oder drei Kollegen oder sogar mit ganz vielen?

 

 

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An Großraumbüros scheiden sich die Geister. Die einen schätzen die geschäftige Atmosphäre und das Zusammensein in einem größeren Raum, in dem sich vieles „auf dem kurzen Dienstweg“ klären lässt. Sie würden sich in einem Einzelbüro eher einsam fühlen. Die anderen fühlen sich permanent beobachtet oder gestört von Telefonaten oder den Marotten anderer Mitarbeiter – und sehnen sich nach mehr Rückzugsmöglichkeiten. 

Dass ein Großraumbüro aber nicht nur bei dem einen oder anderen für schlechte Stimmung sorgt, sondern noch ganz andere Risiken birgt, haben Wissenschaftler in Schweden herausgefunden: Ihrer Studie zufolge fehlen Mitarbeiter, deren Schreibtisch in einem Großraumbüro steht, fast doppelt so häufig wie diejenigen, die in kleineren Räumen arbeiten. Andere Studien bestätigen, dass das gemeinsame Arbeiten auf engem Raum auf Dauer eher krank und unzufrieden macht. Lärm, Enge und schlechte Luft sind dafür die wesentlichen Gründe. 

Auf die Planung kommt es an

Für Experten heißt dies aber nicht zwingend, dass alle Unternehmen ihre Angestellten in Einzelbüros verbannen sollten. Wer sich häufig mit seinen Kollegen abstimmen muss, für den sind die direkten Kommunikationswege einfach praktisch. Andere sind in kleineren Büros vielleicht besser aufgehoben. Es kommt vor allem darauf an, Großraumbüros so zu planen, dass sich die Mitarbeiter dort wohl fühlen, obwohl sie vermeintlich weniger Privatsphäre haben. Das hängt etwa von der Aufteilung der Arbeitsplätze, der Beleuchtung, der Akustik und der Klimatechnik ab.