Ehrenamt im Lebenslauf: Personaler mögen das

Millionen von Bürgern engagieren sich nebenberuflich für andere Menschen und die Gesellschaft. Sie machen Zivildienst, helfen Kindern in einem freiwilligen sozialen Jahr und kämpfen nebenbei für den Schutz der Umwelt. Es gibt unzählige Einrichtungen, die sich über Mithilfe freuen und darauf angewiesen sind. Von Unternehmen wird dieser Einsatz honoriert: Im Lebenslauf sind Ehrenämter oft ein entscheidender Hingucker, der Personalmanager überzeugt.

 

Ehrenamt

Gerade in Deutschland können Jobsuchende mit der freiwilligen Arbeit schon bei der ersten Durchsicht aus der Masse der Bewerbungen hervorstechen. Denn deutsche Personaler stoßen in Lebensläufen vergleichsweise selten auf den Absatz „Außerberufliches Engagement“. 2014 hat sich jeder vierte Bundesbürger ehrenamtlich betätigt, zeigt eine Umfrage der Charities Aid Foundation. Im weltweiten Vergleich ist das Platz 46. 


Soziales Engagement so wichtig wie ein Einser-Abschluss

 

Der Stellenwert ehrenamtlicher Arbeit nimmt aber auch hierzulande zu. Arbeitgebern signalisiert soziales Engagement dabei nicht nur Selbstlosigkeit. Es ist ein Zeichen, dass der Bewerber die Initiative ergreift. Unternehmen schätzen diesen Typ Mitarbeiter, der nicht wartet, dass man auf ihn oder sie zukommt. Wer sich durch ein Ehrenamt soziale Kompetenzen aneignet, kann zudem mangelnde Berufserfahrung wettmachen. Empathie, Organisationsvermögen, Geduld und gutes Zuhören sind heute gefragte Soft Skills. Recruiter achten auf diese Faktoren genauso wie auf Abschlussnote und Praktika.

 

Manchmal ist weniger mehr

 

Für ein Ehrenamt opfert man in der Regel viel Zeit. Die hat allerdings nicht jeder. Die Initiative „Heute ein Engel“ der Stiftung Gute-Tat.de bietet dafür eine Lösung. In Berlin, München und Hamburg kann man in kürzer laufenden Projekten mitarbeiten. Es gibt allerdings auch die Übereifrigen. Sie wollen sprichwörtlich „zu viel des Guten“ tun. Das ist dann der Fall, wenn der Arbeitgeber sich bei der Fülle der Ämter fragt: Wie soll er oder sie vor lauter gesellschaftlichem Einsatz die Arbeit bei uns schaffen? Weniger kann also mehr sein. Ein Amt reicht in der Regel.


Freiwillige vor

 

Unternehmen sollten die wertvolle soziale Ader ihrer Mitarbeiter auch nach dem ersten Tag Arbeitstag als Gewinn sehen und fördern. Im Idealfall stößt der Arbeitgeber eigene Projekte an. Auf unserer CSR-Seite findet man unter anderem die Initiative 24HELP - der Social Day der ManpowerGroup. Diese Aktion bietet allen Mitarbeitern bei uns die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Sie stellen für einen Tag ihre Arbeitskraft einer sozialen Einrichtung zur Verfügung.

Weitere Links zu Initiativen, um einen Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten: