Freiburger Studenten werden zu Model UN-Diplomaten

Was passiert, wenn 28 Studierende aus Süddeutschland, genauer gesagt von der Universität Freiburg, gemeinsam 13 Tage für eine Model UN Simulation nach New York fahren? Sie haben eine Menge Spaß, lernen sowohl die Stadt und neue Leute aus vielen Ländern als auch die UN kennen, werden bei eisigem New Yorker Wetter krank und schlafen so wenig wie möglich.

 

Ein Erfahrungsbericht aus New York von Marc Kiebel


Ab Montag, den 24. März, fanden sich die Teilnehmer in New York ein, um bis zum darauffolgenden Sonntag die Stadt zu erkunden, aber auch die Gelegenheit zu nutzen, sich auf die Konferenz vorzubereiten.

Bereits am Mittwoch besuchte die Studiengruppe das Büro von Amnesty International bei den Vereinten Nationen, in dem wir interessante Einsichten in die Arbeitsweise einer von nur fünf bei der UN akkreditierten Non-Governmental-Organisation (NGO) bekamen.

 

In der New York Public Library wurde vormittags die Gelegenheit genutzt, letzte Taktiken zu besprechen und die Positionen der Wettbewerber zu analysieren. Anschließend fand sich die Gruppe bei Human Rights Watch im 38. Stockwerk des Empire State Building ein, um mit den Mitarbeitern dieser NGO Menschenrechtsthemen im Allgemeinen und in Bezug auf die Konferenz zu diskutieren. Nach einem Besuch des Hauptquartiers der Vereinten Nationen und Treffen mit verschiedenen deutschen UN-Mitarbeitern begann sonntags die National Model United Nations.

 

Diese Simulation mit über 3000 Teilnehmern findet jährlich im Sheraton Hotel am Times Square statt und ermöglicht Studenten aus über 40 verschiedenen Ländern, die Arbeitsweisen und Funktionen, aber auch die Probleme der internationalen Beziehungen besser zu verstehen und nachzuempfinden. Die Freiburger Delegation vertrat in diesem Jahr das 1,2 Milliarden Einwohner zählende Land Indien in über 15 Komitees der UN. Eine große Herausforderung, verbunden mit der Möglichkeit, auf die Konferenz großen Einfluss zu nehmen.

 

Die Simulation dauerte von Sonntag bis Donnerstag insgesamt 5 Tage lang. In diesen Tagen wurden von den Delegierten Reden gehalten, diskutiert, „Draft resolutions“ geschrieben, andere Delegierte überzeugt und alles in allem das Leben eines Diplomaten gelebt.

Dabei haben die Studierenden neue Freundschaften geschlossen, wenig geschlafen und wenig gegessen, aber auch sehr viel gelernt – sowohl für „das Leben“ als auch für ihren späteren Berufsweg.

 

Dabei war die Delegation der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg dieses Jahr wieder sehr erfolgreich. Insgesamt vier Awards für Positionspapiere, welche im Vorfeld geschrieben wurden, und die Auszeichnung „Distinguished Delegation“ machen uns Stolz und zeigen, dass sich die harte Arbeit für das Ermöglichen der Reise aber auch für die Konferenz selber überaus gelohnt hat.

 

Abschließend möchten wir uns deshalb noch einmal bei unseren Sponsoren bedanken, ohne die alle dies nicht möglich gewesen wäre.

 

Herzlichen Dank!

 

Die NMUN Delegation der Universität Freiburg 2014

 

Anmerkung der Blogredaktion: Die ManpowerGroup Deutschland zählte zu den Sponsoren der Freiburger Delegation.