Hier gibt’s was auf die Ohren!

Krach machen als Beruf. Das gibt es wirklich! In Teil 7 unserer JOBlog-Serie „Was macht eigentlich…?“ stellen wir vor, was ein Sound Designer macht und können muss.

 

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Was ein Designer macht, ist klar. Der erschafft Bilder, Kleidung oder Schmuck! Doch auch nicht greifbare Dinge lassen sich gestalten – Töne zum Beispiel. Das Ergebnis kann sich dann zwar nicht sehen aber dafür hören lassen.

Wenn es im Film oder Radio knallt oder heult, steckt oft der Sound Designer dahinter. Aber auch Töne, die wir kaum wahrnehmen, hat er gestaltet. Denn sein Beruf ist sehr vielseitig. Einen Blick hinter die Kulissen zeigt ein Video von der Deutschen Welle.

Geschwindigkeit muss man hören

Ein Sound Designer muss manchmal auf die ganz leisen Töne hören. Oder auf Klänge, die wir nicht mehr als solche wahrnehmen. In der Automobilindustrie kümmert er sich beispielsweise darum, dass die Fensterheber oder elektrischen Sitze sanft surren. Denn beim neuen Audi oder BMW sollen nicht nur Karosserie, Motor oder Reifen zum Qualitätsanspruch passen. Selbst die Geräusche müssen zum gewünschten Image passen. Dabei wird kein Ton dem Zufall überlassen. Die Wagentür soll nicht zuknallen, sondern mit einem vertrauenserweckenden „Plopp“ schließen. Der Blinker darf nicht nerven, sondern muss beruhigend ticken. Und natürlich muss auch der Motor nach Porsche oder VW klingen. Gerade beim Elektroauto ist es wichtig, dass der Fahrer die Geschwindigkeit weiterhin hört und nicht nur spürt. Der richtige Ton wird in der Industrie immer wichtiger. Inzwischen fallen rund fünf Prozent der Entwicklungskosten eines Autos auf das Sound Design. Und auch bei Staubsaugern, Rasierern oder Computern kommt es auf der richtige Brummen und Summen an.

Die Kunst des Klangs erlernen

Auch wenn sich der englische Begriff des Sound Designers mittlerweile eingeprägt hat, ist die offizielle Berufsbezeichnung in Deutschland oft Tongestalter oder Klanggestalter. „Sound Studies“ kann man sogar studieren - beispielsweise an der Udk Berlin und der Universität Bonn. Der Verband der Tonmeister hat eine Liste mit verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten zusammengestellt.

Für diesen Beruf muss jeder ein gewisses musikalisches Verständnis besitzen und im Kopf entstehende Gedanken in Klänge umwandeln können. Auch technisches Verständnis ist hilfreich. Eine Ausbildung oder ein Musikstudium sind jedoch nicht unbedingt nötig. In der Branche gibt es viele Quereinsteiger. Wer gern mit Klängen zu tun hat, aber dabei nicht nur seine Kreativität ausleben sondern auch die Wünsche von Kunden berücksichtigen kann und dabei keine Überstunden scheut, sollte über diesen Beruf nachdenken. Genauere Informationen gibt es im Berufenet.