Informationen zum Arbeitsmarkt

Es kommt häufig vor, dass Unternehmen neue Mitarbeiter nur für einen begrenzten Zeitraum beschäftigen können. Eine IT-Firma bekommt plötzlich einen großen Auftrag und braucht Unterstützung von einem zusätzlichen Entwickler, oder in der Buchhaltung wird jemand krank und muss für längere Zeit vertreten werden. Oft kann sich die Firma dann keinen zusätzlichen Angestellten leisten. Denn mit der Festanstellung sind hohe Kosten verbunden und niemand weiß, ob derjenige auch in einem halben Jahr noch beschäftigt werden kann.

 

In solchen Fällen hat sich die Zeitarbeit bewährt: Das Unternehmen, das Personal sucht, wendet sich an eine Zeitarbeitsfirma wie die ManpowerGroup. Diese sind darauf spezialisiert, ihre Mitarbeiter für genau solche Fälle zu vermitteln und deren Arbeitskraft für eine begrenzte Zeit an den Kunden zu überlassen. Man spricht deshalb auch von Arbeitnehmerüberlassung.


Dies macht nicht nur den Unternehmen vieles leichter. Auch die Mitarbeiter profitieren davon: Wer Arbeit sucht, kann sich von einer Zeitarbeitsfirma einstellen lassen, die dann passende Stellen vermittelt. Man kann Berufspraxis sammeln und neue Unternehmen kennenlernen. Und es besteht grundsätzlich immer die Möglichkeit, dass der Entleihbetrieb den Zeitarbeitnehmer anschließend als Stammangestellten übernimmt. 


Zeitarbeit kämpft in Deutschland trotzdem mit einem schlechten Ruf, vor allem weil das Modell in der Vergangenheit missbraucht wurde. Die Politik hat bereits begonnen, dies zu unterbinden. Klar ist zudem inzwischen, dass Zeitarbeit ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt ist. Dies belegt eine Studie von Eurociett, dem europäischen Dachverband der Zeitarbeitsbranche. Demnach waren in Deutschland mehr als 60 Prozent der Zeitarbeitnehmer zuvor arbeitslos.


Besonders geeignet als „Brücke“ in den Job ist die Zeitarbeit für Berufseinsteiger – fast jeder zweite Zeitarbeitnehmer in Deutschland ist jünger als 35. Wie viele Zeitarbeitnehmer nach ihrem Einsatz in die Stammbelegschaft übernommen werden, dazu gibt es unterschiedliche Statistiken. Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bezifferte diesen so genannten „Klebeeffekt“ auf 14 Prozent.


Ein weiteres Zeichen dafür, dass vom Modell der Arbeitnehmerüberlassung alle profitieren: Laut einer Umfrage der DEKRA im Jahr 2012 unter 1.000 Zeitarbeitnehmern waren 90 Prozent von ihnen mit ihrer aktuellen Anstellung zufrieden, fast 38 Prozent sogar sehr zufrieden. 87 Prozent würden eine Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma weiterempfehlen.

 

Im Jobportal von Manpower können Jobsuchende jederzeit nachschauen, ob ein Stellenangebot ihrem Profil entspricht.