Kommunikation im Job: Keine Missverständnisse mehr

Kollege A braucht Unterstützung und bittet Dich um Hilfe. Leider ist durch Fehlkommunikation nicht das angekommen, was der Kollege eigentlich sagen wollte. Das Ergebnis: Du hast eine Stunde etwas erledigt, was weder Deinen, noch seinen Feierabend näher rücken lässt. Solche fehlerhaften Absprachen passieren häufiger, als Du denkst, und sind echt frustrierend. Wer gut mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden kommuniziert, kann zeitraubende Missverständnisse vermeiden. Wir zeigen Dir, wie gelungene Kommunikation funktioniert. 

Der Ton macht die Musik

Soziale und persönliche Kompetenzen – die sogenannten Soft Skills – werden für Unternehmen immer wichtiger. In der Studie „Soft Skills for Talent“ hat die ManpowerGroup die wichtigsten Soft Skills untersucht. Auch die Kommunikationsfähigkeit gehört zu diesen „weichen“ Kompetenzen. Richtig zu kommunizieren ist aber leichter gesagt als getan.

Basis dafür ist, dass Du im wahrsten Sinne des Wortes verstanden wirst. Dazu gehört, dass Du deutlich und in einer angemessenen Lautstärke sprichst. Auch die richtige Tonlage zu treffen ist wichtig, wenn Du möchtest, dass man Dir zuhört. Wer monoton, also nur in der gleichen Stimmlage spricht, verliert schnell seine Zuhörer. Wer hingegen die Tonlage, Lautstärke und das Sprachtempo bewusst einsetzt, wirkt selbstbewusst. Das erhöht gleichzeitig Deine Chancen im Job, sei es im nächsten Vorstellungsgespräch oder bei einem Vortrag vor Kollegen und Vorgesetzten.

Gemeinsame Grundlage schaffen

Der persönliche Austausch ist für eine erfolgreiche Kommunikation am Arbeitsplatz enorm wichtig. Manche Sachen mögen für Dich banal erscheinen, können aber für andere, z.B. neue Kollegen wertvoll sein. Außerdem können hier alle organisatorischen Dinge kommuniziert werden, wie beispielsweise Abwesenheiten, Termine oder Fristen. Auch wenn vieles für Dich nebensächlich erscheint – so sind alle Kollegen auf dem gleichen Wissenstand.

Solche Besprechungen dienen auch dazu, klare Absprachen untereinander zu treffen. Damit vermeidest Du, dass Arbeit doppelt erledigt wird oder im schlimmsten Falle vollkommen in Vergessenheit gerät. Zudem wird hier Raum für positive wie negative Kritik geschaffen. Wenn Dich etwas stört, sprich‘ es an, anstatt das Thema in Dich hineinzufressen und wieder mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Konstruktive Kritik und Lösungsvorschläge sind immer gern gesehen und tragen letztendlich auch zu einem verbesserten Arbeitsklima bei – sie müssen nur kommuniziert werden.

E-Mails mit dem Chef

Die Kommunikation im Berufsalltag beschränkt sich natürlich nicht auf das persönliche Gespräch, sondern umfasst auch alles, was Du in E-Mails kommunizierst. Hierbei ist besonders wichtig, wem Du gerade eine E-Mail schreibst. Besonders bei Vorgesetzten solltest Du immer auf eine korrekte Anrede achten. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob in Deinem Unternehmen auch der Chef geduzt wird, sprich‘ ihn lieber mit „Sehr geehrte(r) Herr/Frau…“ an als mit „Liebe(r)…“ oder nur „Hallo…“.

Auch auf einen eventuell vorhandenen akademischen Titel solltest Du Acht nehmen und diesen gegebenenfalls unbedingt in Deine Anrede mit aufnehmen. Bevor Du eine E-Mail absendest, schau Dir noch einmal die Rechtschreibung an. Sie sollte korrekt sein, um Deinem Ansehen beim Empfänger Deiner E-Mail nicht zu schaden. Auch Smileys solltest du in beruflichen E-Mails lieber weglassen und den Inhalt klar und verständlich halten. Doch die E-Mail ist nicht immer der richtige Weg, Dinge zu anzusprechen. Gerade bei wichtigen, vertraulichen oder komplizierteren Angelegenheiten ist es oft einfacher, das persönliche Gespräch mit Deinem Gegenüber zu suchen.