Mehr als nur schnell satt werden: Tipps für eine optimale Mittagspause

Der Magen knurrt, die Mittagszeit naht. Endlich Pause! Ab nach draußen oder doch in die Kantine? Alleine die mitgebrachten Brote essen und die neuesten Nachrichten auf dem Smartphone checken oder gemeinsam mit den Kollegen in die Pause ziehen? Wir geben Dir Tipps für eine optimale Mittagspause und verraten Dir, welche Fettnäpfchen unbedingt zu vermeiden sind.

Ein paar Fakten vorweg, die jeder kennen sollte:

Die Dauer der Arbeitspause ist im Arbeitszeitgesetz (§4 ArbZG) festgelegt. Dein Chef muss Dir bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs und bis zu neun Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten gestatten. Du darfst also auf keinen Fall länger als sechs Stunden am Stück arbeiten. Schließlich sollst Du Dich von Deinem Job erholen können. Dauert der Arbeitstag länger als neun Stunden, darfst Du 45 Minuten pausieren. Du kannst die Pausenzeit auch aufteilen, und zwar in mindestens 15 Minuten lange Blöcke. Wann Du Deine Pause nimmst, bestimmt im Zweifelsfall der Arbeitgeber. Verboten ist es übrigens, die Pause ans Ende des Arbeitstages zu legen, um früher in den Feierabend zu gehen.

Achtung, Azubis: Wenn ihr unter 18 Jahre alt seid, müsst ihr schon nach mehr als viereinhalb Stunden mindestens eine halbe Stunde Pause machen. Ab einer Arbeitszeit von sechs Stunden ist eine Stunde Auszeit nötig. Auch ihr könnt Eure Pause an einem Stück nehmen oder splitten.

Was darf ich in meiner Mittagspause tun?

Für die Pause gibt es kein Gehalt, Du bist im Grunde von der Arbeit freigestellt. Das heißt, niemand kann Dir vorschreiben, wo und wie Du die Zeit verbringen sollst – es sei denn der Arbeitsvertrag schreibt vor, das Betriebsgelände nicht zu verlassen. Du kannst den nächsten Park aufsuchen, um ein Nickerchen oder Sport zu machen, mit Kollegen in die nächste Burgerbude gehen oder im Supermarkt Besorgungen erledigen.

Warum Du auf keinen Fall auf eine Pause verzichten solltest

Einer Umfrage zufolge würde mehr als jeder dritte Arbeitnehmer am liebsten durcharbeiten. Davon raten Arbeitspsychologen aber ab. Wer pausenlos ackert, ist abends umso erschöpfter und liegt dann nur noch schlaff auf dem Sofa, statt seine Freizeit aktiv zu genießen. Experten empfehlen, kurze Pausen von fünf Minuten pro Stunde einzulegen. Das kann auch einfach nur ein Plausch mit Kollegen sein oder ein kurzer Snack aus dem Automaten. Auch gegen eine gelegentliche Rauchpause dürften die meisten Chefs nichts einzuwenden haben, so lange Du es nicht übertreibst.

So sollte Deine Pause nicht aussehen

Viele Angestellte machen laut Statistik im Schnitt nur rund 20 Minuten Mittagspause, und fast 30 Prozent bleiben noch dazu am Schreibtisch hocken. Wenn dann das Telefon klingelt, oder der Chef mit einem Auftrag erscheint, reagieren die meisten sofort und von echtem Abschalten kann keine Rede mehr sein. Ein Spaziergang an der frischen Luft – ob alleine oder mit Kollegen – macht hingegen fit und bringt einen auf neue Gedanken.

Und so machst Du es besser:

Mach Dich fit - und schlau: Bewege Dich mindestens 15 Minuten lang. Sport ist übrigens nicht nur für den Körper gut, sondern auch für die grauen Zellen. Versuche der Universität Yale haben gezeigt, dass schon eine Viertelstunde Bewegung ausreicht, damit das Gehirn neue Blutgefäße und Nervenzellen bildet und sich besser vernetzt. Aktive Pausen machen Dich also cleverer. Achte außerdem darauf, zumindest an einigen Tagen auf Schnitzel & Co. zu verzichten und gesund und leicht zu essen. Wer ganz aufs Essen verzichtet, fällt nachmittags garantiert in ein Leistungstief.

Netzwerke für Deine Zukunft: Nutze die Pause, um auf entspannte Weise Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen. Das ist besonders wichtig, wenn Du neu im Betrieb bist und ins Team finden willst. Willst Du dir einen guten Eindruck von Deinem Betrieb verschaffen, beobachte, wer mit wem isst. Diese Informationen können sich später bei der Suche nach einem geeigneten Ansprechpartner für Deine Anliegen im Job als sehr nützlich erweisen.