Mensch oder schon Maschine?

Vor mehr als 40 Jahren wurden zwei Roboter durch die „Star Wars“-Filme berühmt. Heute wirken die beiden mechanischen Kumpel alt. Mittlerweile helfen fast überall technische Neuerungen Menschen bei der Arbeit oder erleichtern unser Leben. Künstliche Intelligenz erobert die Unternehmen, Chatbots beraten Kunden beim Online-Shopping und Roboter steuern ganze Operationen in den Krankenhäusern. Die Grenzen verschwimmen, was ist noch menschlich und was ist ein Roboter?

Wir zeigen euch einige moderne Roboter auf, die langsam Einzug in unseren Alltag erhalten. Aber keine Sorge: Roboter sind auch weiterhin stark auf ihre Kollegen aus Fleisch und Blut angewiesen.

„Connie“ – Der Roboter für Hotelgäste

Er heißt „Connie“, sieht etwas seltsam aus und arbeitet im Hilton Hotel in Virginia, USA. Immer freundlich informiert er die Gäste über lokale Attraktionen, hilft bei Problemen im Hotel und macht nie Feierabend. „Connie“ wurde von IBM entwickelt und lernt durch die Fragen der Gäste – je mehr Interaktion stattfindet, umso schlauer wird er. „Wir konzentrieren uns auf die Reisenden, wollen das Reisen leichter, einfacher und angenehmer für unsere Gäste machen“, sagt Jonathan Wilson, Vizepräsident und verantwortlich für den Bereich Innovation in der Hilton Hotel Gruppe. Selten ist die Hilfe durch Roboter so sichtbar wie in dieser Hotellobby. (Quelle)

Ein Chip, der unter die Haut geht

Doch einige gehen noch viel weiter. Nur Mensch zu sein reicht nicht mehr aus. Als Cyborgs wollen die Menschen ihre Fähigkeiten dramatisch erweitern – meist dank implantierter technischer Hilfsmittel. In den USA ist diese Szene schon weit fortgeschritten. Da öffnen Mikrochips unter der Haut unsichtbar die Türen und mit implantierten Magneten lassen sich elektrische Felder spüren. Doch nicht immer läuft die Modifizierung des Köpers rund. Der australische Body-Hacker „Meow Ludo Disco Gamma“ hatte sich den Chip eines Nahverkehrsunternehmens, sozusagen als dauerhafte Fahrkarte, implantieren lassen. Doch eines Tages öffneten sich die Sperren der U-Bahn nicht mehr für ihn. Der Chip war deaktiviert worden, weil Meow ihn manipuliert haben soll. Jetzt klagt der Body-Hacker gegen das Transportunternehmen. (Quelle)

Google Duplex: Wenn das Handy für uns Termine ausmacht

Vor wenigen Tagen wurde Google Duplex vorgestellt. Die Software klingt nicht nur wie ein Mensch, sie verhält sich auch so am Telefon, wenn sie für uns zum Beispiel beim Friseur oder in der Werkstatt anruft um einen Termin auszumachen. In Tests wurde gezeigt, dass die Menschen am anderen Ende der Leitung, gar keine Ahnung hatte, dass sie mit einer Software telefonieren. Nun sollen sogar Promis ihr Stimme "leihen", die dann von Google Dublex genutzt werden kann. Eine gruselig gute Technologie, die auch viele ethische Fragen auswirft. (Quelle)