So wird Ihr Büro nachhaltig

Das 2015 fertiggestellte Bürogebäude „The Edge“ in Amsterdam gehört zu den innovativsten und klimafreundlichsten der Welt. Die Südseite des Gebäudes ist mit Solaranlagen ausgestattet, Regenwasser wird gespeichert und für die Pflanzen und Toiletten genutzt. Im Außenbereich gibt es sogar Nistplätze für Fledermäuse sowie Blumenwiesen für Bienen. Das Gebäude ist ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit. Doch auch, wenn Sie nicht in so einem vorbildlichen Gebäude arbeiten, können Sie viel tun, um Ihren Alltag klimafreundlicher zu gestalten. Wir geben Ihnen Tipps, wie’s geht!  

 

 

Die kleinsten Stellschrauben

Was in den eigenen vier Wänden klappt, funktioniert auch im Büro. Wenn Sie schon zuhause Wert auf einen klimabewussten Ressourcenverbrauch legen, sollten Sie dies auch während der Arbeit tun. Achten Sie beispielsweise auf einen sparsamen Stromverbrauch. Schalten Sie das Licht auf den Toiletten aus, wenn Sie diese verlassen. Zuhause lassen Sie es schließlich auch nicht den ganzen Tag brennen. Steckdosenleisten mit Schalter stellen sicher, dass Geräte wie Laptop, Drucker oder Ladegeräte auch über Nacht wirklich ausgeschaltet sind. Das ist wichtig, denn viele Geräte verbrauchen auch im Ruhezustand verhältnismäßig viel Strom.

Regelmäßiges Lüften entlastet im Sommer die Klimaanlage, die ebenfalls viel Elektrizität benötigt. Herkömmliche Glühbirnen können Sie durch Energiesparlampen ersetzen lassen. Wenn im Büro neue Geräte angeschafft werden sollen, bietet dies die Gelegenheit, den Chef um einen energiesparenden Computer oder Kühlschrank zu bitten. Auch Mülltrennung funktioniert im Büro ebenso gut wie zuhause. Bitten Sie Ihren Chef, entsprechende Abfalleimer aufzustellen. Und auch auf dem Weg zur Arbeit lassen sich schon Emissionen einsparen: Nutzen Sie einfach öfter das Rad und die Treppe statt Auto und Fahrstuhl. Auch Fahrgemeinschaften mit den Kolleginnen und Kollegen reduzieren ihren Umwelt-Fußabdruck schon erheblich! Und muss jede Geschäftsreise mit dem Flugzeug erfolgen? Oder bietet die Bahn eine ebenso entspannte Reise?

Das papierlose Büro

Im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche pro Jahr 258 Kilo Papier. Das sind vor allem Versandkartons, Werbeprospekte und Zeitungen. Auch in den Büros wird durch das Ausdrucken von E-Mails, Präsentationen und Notizen massenhaft Papier verbraucht. Zwar müssen einige Dokumente wie Arbeitsverträge oder Kündigungen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ausgedruckt werden. Doch vieles ist unnötig und lässt sich durch ein papierloses Büro, in dem die Angestellten digital zusammenarbeiten, vermeiden.

Die Mitarbeiter können zum Beispiel Dokumente zentral in einer Cloud abspeichern und jederzeit und von überall darauf zugreifen. Ihre Notizen können sie auf Laptops, Smartphones oder Tablets speichern. Mit praktischen Smartphone-Scannern können Dokumente schnell eingescannt statt unzählige Male kopiert werden. Allerdings bedarf es für die Umstellung auf ein papierloses Büro einer guten Planung. Mit dem Verzicht auf Papier schonen Sie nicht nur die Umwelt, sondern sparen auch bares Geld ein. Ist die vollständige Abkehr vom Papier nicht möglich, sollten Sie zumindest versuchen, nachhaltig damit umzugehen. Verwenden Sie Recyclingpapier und dieses nach Möglichkeit doppelseitig.

 

 

Nicht alles wegschmeißen

Eine weitere Möglichkeit, nachhaltiges Handeln im Arbeitsalltag zu integrieren, ist die Wiederverwendung von Produkten. So können einseitig bedruckte Papiere als Notizzettel dienen. Stellen Sie dafür ein Ablagefach am Arbeitsplatz oder Drucker auf. Ausrangierte Möbel oder elektronische Geräte landen viel zu häufig auf dem Sperrmüll. Das ist unnötige Ressourcenverschwendung. Viele gemeinnützige Organisationen freuen sich stattdessen über jegliche Art von Sachspenden. Nutzen Sie für Ihre Büromaterialien wie beispielsweise Textmarker das Nachfüllprinzip. So müssen Sie auch nicht jedes Mal einen neuen Stift kaufen. Für batteriebetriebene Geräte lohnt es sich, aufladbare Batterien anzuschaffen.

Während „The Edge“ ein Vorbild für das Bürogebäude von morgen ist, lassen sich auch im Kleinen viele Abläufe am Arbeitsplatz nachhaltiger gestalten. Mit den hier präsentierten Tipps können auch Sie schon morgen damit anfangen, mit den Ressourcen in Ihrem Büro bewusster und nachhaltiger umzugehen. Vielleicht gibt es beim nächsten Team-Meeting oder dem Personalgespräch die Gelegenheit, weitere Ideen zu sammeln. Oft braucht es nur einen kleinen Anstoß, damit alle mitmachen.