Soft Skills im Büro

Jeder spricht darüber, jeder braucht sie: Soft Skills. Denn wer Karriere machen will, braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch soziale Kompetenzen. Mittlerweile zählen sie im Beruf sogar zu den Schlüsselqualifikationen. Wir verraten Ihnen deshalb, welche persönlichen Eigenschaften wesentliche Erfolgsfaktoren für die Karriere sind und von Personalverantwortlichen besonders geschätzt werden.

 

 

Die wichtigsten Soft Skills

1.       Problemlösung/Entscheidungskompetenz

Die Fähigkeit zur Problemlösung ist beruflich eine der wichtigsten Kompetenzen. Während Meetings häufig ohne Ergebnis enden und Menschen insgesamt ungern Entscheidungen treffen, braucht jedes Team einen lösungsorientierten Entscheider oder eine Entscheiderin. Diese Eigenschaft ist laut Umfrage auch aus Arbeitgebersicht mit 52 Prozent die wichtigste soziale Fähigkeit. Trauen Sie sich im Job ruhig etwas zu und packen Sie das Problem am Schopf – Kollegen und Vorgesetzte werden es Ihnen danken.

 

2.       Teamfähigkeit

Das wohl berühmteste Soft Skill ist Teamfähigkeit. Bereits in vielen Vorstellungsgesprächen wird danach gefragt, ob Sie ein Teamplayer sind oder nicht. Denn mit dieser Eigenschaft lassen sich auch andere Charakterzüge erkennen. Teamworker sind nicht nur hilfs- und kompromissbereit, sie kennen auch ihre Rolle sowie damit einhergehende Erwartungen im Team und verhalten sich entsprechend.

 

3.         Kommunikative Kompetenz

„Kommunikation ist das A und O“ – gilt heute mehr denn je. Schließlich geht es hier um viel mehr als das gesprochene Wort. Kommunikations-Skills umfassen natürlich sowohl mündliches als auch schriftliches Ausdrucksvermögen. Darauf legt insbesondere die Berater- und Dienstleisterbranche Wert, da die Fähigkeit zu Networking und Smalltalk auch die Chance auf den beruflichen Erfolg erhöht. Zur Kommunikationsfähigkeit gehört aber beispielsweise auch, sich in das Gegenüber hinein zu fühlen und sich so auszudrücken, dass das Gegenüber uns versteht. Gerade im internationalen Umfeld und bei kulturellen Unterschieden ist dieser Skill wichtig.

 

4.       Kritikfähigkeit

Fehler zu machen ist nie schön. Aber wer sie eingesteht, zeigt gleichzeitig Akzeptanz und Verständnis. Ein offener Umgang mit eigenen Fehlern kommt auch im Team gut an, denn Kollegen, die Kritik abschmettern und die Schuld bei anderen suchen, sind nicht beliebt. Kritikfähig zu sein bedeutet übrigens nicht nur selbst konstruktive Kritik zu üben, sondern auch Feedback anzunehmen, zu reflektieren und entsprechend umzusetzen.

 

5.       Lernbereitschaft

Eine unterschätzte, aber nicht minder wichtige Eigenschaft ist die Bereitschaft sich weiterzubilden. Durch die Digitalisierung ändert sich unsere Arbeitsweise rasant und permanent. Neue Berufe und Arbeitsmodelle entstehen. Wer in Zeiten der sich verändernden Arbeitswelt am Ball bleibt und sowohl persönliche als auch fachliche Kompetenzen durch Weiterbildungen ausbaut, hat besonders gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn wie ein altes Sprichwort sagt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

 

Soft Skills Training

Lassen sich Soft Skills überhaupt erlernen, wenn sie über die fachliche Kompetenz hinausgehen? Oder sind Rhetorik, Selbstbewusstsein und andere Charaktereigenschaften Sache von Eltern, Schulbildung oder gar unseren Genen?  Die gute Nachricht: Man kann an seiner sozialen Fähigkeit arbeiten und sich weiterentwickeln. Am Anfang müssen Sie Ihre Fähigkeiten analysieren. Denn nur wer sich selbst kennt, ist sich über seine Stärken und Schwächen im Klaren. Beim Soft Skills Training kommt man mit bloßem Auswendiglernen allerdings nicht sehr weit. Es kann jedoch hilfreich sein, sich Grundlagen- und Methodenwissen, etwa Kommunikationsmodelle, Techniken zu Zeit- und Konfliktmanagement, anzueignen. Auch bei sozialen Fähigkeiten gilt: All das Wissen und Kompetenz nützen Ihnen wenig, wenn Sie es in der Praxis nicht anwenden können. Der Besuch von Coachings und Fortbildungen lohnt sich, da sowohl Theorie und Praxis trainiert werden.