Trotz Schichtdienst gesund bleiben

Schichtdienst schlaucht. Dabei sind Schichtarbeiter extrem wichtig für die Öffentlichkeit. Sie halten den Betrieb am Laufen, wenn andere schlafen und sorgen beispielsweise dafür, dass medizinische Versorgung rund um die Uhr gewährleistet wird. Würde der Schichtdienst wegfallen, hätte das dramatische Folgen. Dass wechselnde Arbeitszeiten auf die Gesundheit schlagen können, ist den meisten bekannt. Wir geben Dir heute hilfreiche Tipps, wie Du trotz Schichtdienst gesund leben und Krankheiten vorbeugen kannst. 
 

Nichts geht ohne Schichtarbeit

Viele Berufszweige kommen ohne Schichtarbeit schlichtweg nicht aus. In Deutschland arbeitet knapp jeder Sechste im Schichtbetrieb. Laut einer Studie der IG Metall Baden-Württemberg und Hans-Böckler-Stiftung leiden zwischen 70 und 80 Prozent der Beschäftigten im Schichtdienst unter Müdigkeit, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und anderen Symptomen. Der Schichtdienst ist demzufolge ganz schön belastend für den Körper. Doch nicht nur körperlich ist die Arbeit kräftezehrend. Auch Familie und Freundeskreis können unter den ständig wechselnden Arbeitszeiten leiden.

Gesunde Einteilung 

Doch wie schon erwähnt: Ohne Schichtdienst funktioniert unsere heutige Gesellschaft nicht mehr. Er lässt sich allerdings erträglicher gestalten, wenn Du einige Dinge beachtest. Entscheidend ist der Rhythmus der Schichten. Von Früh- auf Spät- und dann auf Nachtschicht, also im Uhrzeigersinn, ist am besten für Deinen Körper. Die Nachtschichtblöcke sollten dabei nicht länger als drei Tage dauern. Das Arbeitszeitgesetz besagt, dass Nacht- und Schichtarbeit nach solch gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen zu gestalten ist. Weigert sich Dein Arbeitgeber, kannst Du den Betriebsrat kontaktieren. Auch die eigenverantwortliche Einteilung von Schichten ist sinnvoll, um individuelle Stärken und Vorlieben berücksichtigen zu können. Allerdings ist es für den Arbeitgeber nicht leicht, alle Wünsche zu respektieren.

Richtig ernähren am Tag…

Natürlich hat auch die Ernährung während der Schicht großen Einfluss auf Dein Wohlbefinden. Dabei ist Regelmäßigkeit besonders wichtig für Deinen Essensrhythmus. Du solltest versuchen, trotz wechselnder Schichten feste Essenszeiten einzuhalten. Bei der Frühschicht bietet es sich an, während einer kleinen Pause am Vormittag zwischen 8 und 9 Uhr zu frühstücken und nach Feierabend zwischen 12 und 14 Uhr Mittag zu essen. Das Abendessen sollte immer zwischen 19 und 20 Uhr stattfinden. Achte auch darauf, genügend Flüssigkeit (1,5-2 Liter) zu Dir zu nehmen. Das hilft gleichzeitig gegen Müdigkeit und regt die Verdauung an.  

... und in der Nacht 

Die größte Herausforderung stellt sicherlich die Nachtschicht dar. Nach einem leichten Abendessen vor Schichtbeginn (z.B. Salat oder Suppe) solltest Du gegen Mitternacht noch einmal ein Brot oder etwas Obst essen. Deftige Mahlzeiten in der Nacht können für bleierne Müdigkeit und Verdauungsprobleme sorgen. Iss lieber mehrere kleine Mahlzeiten, um Deinen Magen zu schonen. Bevor Du nach Schichtende ins Bett gehst, kann ein kleines Frühstück nicht schaden, um den Rhythmus aufrechtzuhalten. Während einer Nachtschicht solltest Du mindestens vier Stunden vorm Einschlafen keine koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, Cola, Energy Drinks) mehr zu Dir nehmen. Dadurch vermeidest Du Schlafstörungen. Ein kurzes Nickerchen zwischen zehn und dreißig Minuten während der Pause kann unterdessen Wunder wirken und Dich mit genügend Energie bis zum Feierabend versorgen. Als Zwischenmahlzeit bietet sich für jede Schicht Joghurt, Obst, Rohkost oder Vollkornbrot an. Die gesunden Snacks lassen sich auch prima zu Hause vorbereiten, um den Geldbeutel zu schonen.