Umweltbewusst arbeiten: Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Betrieb

Nachhaltiges Denken, also die bewusste und schonende Nutzung von Ressourcen wie Luft, Boden und Wasser, wird in Anbetracht des Klimawandels immer wichtiger. Viele Menschen überdenken ihre Lebensweise, um selbst einen kleinen Teil zur Rettung des Planeten beizutragen. Was im Privatleben funktionieren kann, gilt auch für die Arbeit. Wir geben Dir Tipps, wie Du Deinen Arbeitsalltag und Deinen Betrieb nachhaltiger gestalten kannst.

 

 

Nachhaltiger Arbeitsweg

Umweltbewusstes Verhalten beginnt schon auf dem Weg zur Arbeit. Im Jahr 2016 sind immer noch zwei Drittel der Deutschen mit dem Auto zur Arbeit gefahren, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Nur rund 14 Prozent nutzten öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder U-Bahn. Das Fahrrad nahm nicht einmal jeder Zehnte. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Internetplattformen, auf denen Ihr Mitfahrgelegenheiten organisieren könnt. Wenn Du nicht gerne mit Fremden fahren möchtest, kannst Du auch bei Euch im Betrieb Fahrgemeinschaften bilden. Vielleicht wusstest Du noch gar nicht, dass ein Kollege aus einer anderen Abteilung bei Dir in der Nähe wohnt und zur selben Zeit losfährt. Die Ersparnisse sind dabei enorm: Bei einem jährlichen Arbeitsweg von 9.000 Kilometern und einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 7,2 Liter auf 100 Kilometer könntet Ihr mal eben 1.500 Kilogramm pro Jahr an CO2 einsparen. Nebenbei habt Ihr auch mehr Geld im Portemonnaie, wenn Ihr die Benzinkosten untereinander teilt. Eure genaue CO2-Ersparnis könnt Ihr hier ausrechnen.

Die kleinen Dinge des Alltags verändern

Im Arbeitsalltag können schon kleine Veränderungen große Wirkungen zeigen, wenn alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Schon ein Blick in den Pausenraum kann Dir erste Anhaltspunkte für Verbesserungen liefern. Benutzt Ihr für den Kaffeeautomaten Einwegbecher, die nach einem Getränk in den Müll wandern? Wie viele von Euch haben das Pausenbrötchen in Papier oder Alufolie eingepackt statt in einer Brotdose? Habt Ihr einen Mülleimer für alles oder trennt Ihr Euren Abfall? Toiletten- oder Küchenpapier könnt Ihr durch die aus Altpapier hergestellte Alternative ersetzen. Damit schont Ihr die Ressource Holz. Plastikmüll, wie zum Beispiel Wasserflaschen, solltest Du auch bei der Arbeit komplett vermeiden. Eine Trinkflasche aus Metall kannst Du ganz einfach am Wasserhahn auffüllen.

Während der Pause solltest Du prüfen, ob alle Geräte, die nicht zwingend weiterlaufen müssen, ausgeschaltet sind. Auch im Ruhezustand verbrauchen viele Geräte unnötig Strom. Die umweltfreundlichste Energie ist schließlich die, die gar nicht verbraucht wird. Das gilt auch für andere elektrische Geräte wie beispielsweise die Klimaanlage. Kräftiges Durchlüften kann diese entlasten und ist energieschonend.  Auch bei der Beleuchtung kann kräftig gespart werden – sowohl Energie als auch Geld. Bewegungsmelder auf der Toilette verhindern, dass dort dauerhaft das Licht brennt. In vielen Industriegebäuden hängen Leuchtstoffröhren an der Decke. Diese kann Dein Chef durch LED-Industrieleuchten ersetzen lassen, mit denen Ihr den Energieverbrauch deutlich senkt.    

 

Langfristig planen und sparen

Einige Energiesparmaßnahmen sind mit größeren Investitionen verbunden. Diese Verbesserungen bei Maschinen und Infrastruktur zahlen sich allerdings aus. Auf lange Sicht werden die Prozesse dann nicht nur nachhaltiger, sondern durch den geringeren Energieverbrauch auch kostengünstiger. Wie beispielsweise Energiesparen bei der Hallenheizung funktioniert, liest Du in diesem Praxisbeispiel. Du könntest Deinem Chef auch einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter vorschlagen. Außerdem solltet Ihr Heizungen, Lüftungsanlagen und andere Maschinen regelmäßig kontrollieren, reinigen und warten lassen. Bei Neuanschaffungen jeglicher Art lohnt es sich immer, auf Siegel zu achten, die die Umweltverträglichkeit der Produkte und Dienstleistungen garantieren. Die Umweltzeichen der Bundesregierung ist beispielsweise der Blaue Engel. Da es mittlerweile aber schon so viele Siegel gibt, dass man leicht den Überblick verlieren kann, gibt es hier einen kleinen Überblick.