Was macht eigentlich ein...

Noch nie von einem „Feelgood-Manager“ gehört? Kein Wunder, schließlich gibt es diesen Beruf noch nicht sehr lange und in Deutschland auch nicht besonders oft. Trotzdem wird er für Unternehmen immer wichtiger, denn die Anforderungen von Arbeitnehmern haben sich enorm geändert.  Doch was genau macht eigentlich ein Feelgood-Manager oder eine Feelgood-Managerin und was qualifiziert ihn oder sie für diesen Beruf?

Gute Stimmung auf der Arbeit ist wichtig

Ziel und Aufgabe des Feelgood-Managements ist es, ein bestmögliches Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter zu schaffen. Vom Praktikanten bis hin zur Geschäftsführung: Alle sollen sich wohl und wertgeschätzt fühlen. Die Bedürfnisse und Wünsche des Personals stehen für sie also an erster Stelle. Der Ansatz dieses Konzepts ist zwar keine Neuerfindung, denn gesunde und motivierte Arbeitnehmer bringen bessere Leistungen. Wer aber dafür nichts tut, muss wirtschaftlichen Schaden einbüßen. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin summierten sich die Fehlzeiten der Arbeitnehmer im Jahr 2017 auf 107 Millionen Krankheitstage – ein Verlust von 12,2 Milliarden Euro. In der heutigen Arbeitswelt sind Arbeitsklima und -umfeld wichtige Kriterien bei der Arbeitgeberwahl. Da sendet ein hauseigener Feelgood-Manager ein positives Signal.

Aufgaben im Feelgood-Management

Wer im Feelgood-Management tätig ist, hat ein vielfältiges Arbeitsspektrum. Darunter fällt etwa die Planung und Betreuung von Feedbackgesprächen, die Organisation von Firmenevents sowie Sport- und Teamaktivitäten. Neben dem Gesundheits- und Wohlfühlfaktor ist ein Feelgood-Manager aber auch für die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. Dazu zählen beispielsweise Zeit- und Stressmanagement-Coachings oder fachliche Weiterbildungen. Das steigert nicht nur die Arbeitsmoral der Arbeitnehmer, sondern auch die berufliche Kompetenz. Entscheidend ist: Der Mensch steht dabei immer im Fokus.

 

Qualifikation und Ausbildung

Grundvoraussetzung für die Arbeit eines Feelgood-Managers ist das Vertrauen des Personals. Denn um auf die Bedürfnisse und Belange der Kollegen eingehen zu können, muss man ihren Standpunkt kennen. Dabei spielen insbesondere die Soft Skills eine wichtige Rolle. Zum einen müssen Feelgood-Manager empathisch sein, um das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. Zum anderen müssen sie ein Gespür für die Stimmung im Unternehmen haben, um Konflikte zu entschärfen. Das funktioniert nur durch transparente Kommunikation. Wichtig ist, dass die Belegschaft das Gefühl hat, dass ihr Arbeitgeber sie wertschätzt. Denn Wertschätzung ist ein wesentlicher Treiber für zufriedene Angestellte. Gleichzeitig investiert man in eine langfristige Mitarbeiterbindung.

Das Berufsbild ist zwar auf dem Vormarsch, in Deutschland aber noch sehr selten anzutreffen. Daher gibt es derzeit keine geregelten Ausbildungswege. Besonders gute Chancen haben Wirtschaftswissenschaftler oder Psychologen mit HR-Kenntnissen. Darüber hinaus sind Soft Skills wie Offenheit, Motivationsfähigkeit aber auch Erfahrungen im Event- und Organisationsbereich hilfreich.