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Industriemechaniker (gn)
Alles zu Aufgaben, Gehalt & Weiterbildung bei Mechatroniker Jobs
Was macht ein Mechatroniker?
Mechatroniker sind Experten für Mechanik und Elektronik. Sie arbeiten überwiegend in der Industrie, wo sie verschiedene Komponenten zu komplexen Anlagen zusammenfügen. Darüber hinaus gehört das Programmieren mechatronischer Systeme zu ihren Aufgaben. Dazu verfügen sie über Fachkenntnisse in den Bereichen Elektrotechnik, Hydraulik, Steuerungstechnik und Metallbearbeitung. Neben der Montage sind sie auch im Rahmen der Wartung und Prüfung bereits installierter Maschinen im Einsatz. Achtung: Trotz der nahezu identischen Bezeichnung ist der Beruf Mechatroniker nicht mit dem Kfz-Mechatroniker gleichzusetzen!
Wie lange dauert die Ausbildung zum Mechatroniker?
Die Ausbildung zum Mechatroniker dauert in der Regel 3,5 Jahre. Eine Verkürzung ist möglich. Teilweise wird die Ausbildung auch in Teilzeit angeboten; dann verlängert sich die Ausbildungsdauer entsprechend. Den praktischen Teil absolvieren die Azubis in Industrie- oder Handwerksbetrieben. Parallel dazu lernen sie theoretisches Wissen an der Berufsschule. Ein bestimmter Schulabschluss als Zugangsvoraussetzung ist nicht zwingend nötig, um einen Ausbildungsvertrag bei einem Betrieb zu bekommen. Teilweise wird aber ein Mindestalter von 16 Jahren verlangt. Jugendliche unter 18 Jahren brauchen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung.
Der Beruf verbindet praktisch-konkrete (z.B. Montage) und theoretische (z.B. Programmieren) Aspekte miteinander. Interesse für beide Tätigkeitsbereiche ist also von Vorteil. Selbstständig-organisiertes, problemlösendes und gewissenhaftes Arbeiten sind sehr wichtig. Körperlich sollte man über eine gute Feinmotorik verfügen, da man es häufig mit kleinen Bauteilen zu tun hat.
Wie viel verdient man als Mechatroniker?
Der Verdienst eines Meachatronikers hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Branche
- Größe des Betriebs
- Region
- Tarifvertrag
- Arbeitserfahrung & Zusatzqualifikationen
- Verantwortungsbereich & Aufgabenfeld
Nach Tarifvertrag erwarten Mechatroniker ein monatliches Brutto-Gehalt zwischen 3.135 € bis 3.646 €. Große Unternehmen in der Fahrzeug- und Medizintechnikbranche bieten meistens eine übertarifliche Bezahlung. Während der Ausbildung verdient man im Schnitt 1027 €. Durch die Weiterbildung zum Industriemeister Mechatronik steigt die Vergütung auf durchschnittlich 4.421 € (Quelle: Bundesagentur für Arbeit 2022). Zusätzlich können Zulagen für Schicht-, Nacht- oder Wochenendarbeiten auf den Grundlohn angerechnet werden.
Wie kann man sich als Mechatroniker weiterbilden?
Als Mechatroniker kann man sich zum Industriemeister Mechatronik weiterbilden. Dazu braucht man mehrjährige Berufserfahrung. Die Prüfung zum Industriemeister wird an einer IHK abgelegt. Damit einhergehend qualifizieren sich Industriemeister auch als Ausbilder. Im Anschluss sind also Tätigkeiten als Vorgesetzter möglich. Zudem erwerben Industriemeister den allgemeinen Hochschulzugang und dürfen ein akademisches Studium an einer FH oder Universität beginnen. Nach dem Industriemeister kann man sich außerdem nochmals weiterbilden und geprüfter technischer Betriebswirt, geprüfter Betriebswirt (HwO) oder geprüfter technischer Industriemanager werden.
Ist Mechatroniker ein guter Beruf?
Der Beruf Mechatroniker wurde 2015 als Mangelberuf für Facharbeiter eingestuft. Das heißt: Es gibt deutschlandweit viel zu wenige Mechatroniker und viele unbesetzte Stellen. Sie haben deshalb gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Besonders gesucht sind qualifizierte Mechatroniker in der Industrie. Branchen, die ohne Mechatroniker nicht existieren können, sind beispielsweise die Automobilbranche, Luft- und Raumfahrtechnik, Medizintechnik oder Elektrogerätehersteller.