Wenn die Zusammenarbeit im Team funktioniert, stimmen die Ergebnisse und jeder Einzelne ist produktiv. Im Idealfall macht die Arbeit sogar Spaß und schweißt die Gruppe zusammen. Aber was tun, wenn es hakt? Was tun, wenn jemand die Teamarbeit vergiftet? Mit unseren Tipps behältst du einen kühlen Kopf und kannst den Kollegen, der Foul spielt, trotzdem integrieren!
Die Mannschaft ist der Star!
Analysieren:
Bevor Sie das Problem angehen, müssen Sie herausfinden, worum es wirklich geht. Liegt es tatsächlich an dem einen Kollegen oder ist er nur der Blitzableiter für eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem Projekt? Vielleicht haben sich auch einfach Missverständnisse aufgestaut? Stellen Sie also erst einmal neutrale Fragen: „Ist Euch schon mal aufgefallen, dass im Team schlechte Stimmung herrscht? Woran liegt das Eurer Meinung nach? Was können wir anders machen?“ Hier sollte jeder einen Redebeitrag leisten können – vorausgesetzt er bzw. sie hört dann auch dem anderen ruhig zu, ohne zu kommentieren.
Genau hinhören:
Wenn sich jemand beschwert, dass der eine Kollege immer so früh geht, liegt die Unzufriedenheit womöglich in Wahrheit darin, dass derjenige gerne selbst rechtzeitig in den Feierabend starten würde. Deshalb sollte im Team in diesem Fall angesprochen werden: Können einzelne Tätigkeiten besser verteilt werden?
Nicht anstecken lassen:
Ist die Stimmung im Team erstmal mies, fällt man schnell selbst ins Lästern. Ruckzuck steht man dann in der Teeküche oder auf dem Flur zusammen und zieht über die anderen, über das Team oder die ganze Firma her. Das macht schlechte Laune, führt zu Unproduktivität und vergiftet das Klima. Versuchen Sie also neutral zu bleiben und sich nicht auf eine Seite zu schlagen! Das klingt schwierig, ist aber ihre ganz bewusste Entscheidung.
Sachlich bleiben:
Anschuldigungen und Verallgemeinerungen setzen sich schnell in den Köpfen fest und werden durch pures Wiederholen zur gefühlten Wahrheit. Achten Sie deshalb auch auf ihre eigene Wortwahl. Statt zu verallgemeinern („Du gehst immer zu früh. Das nervt hier alle!“) formulieren Sie besser konkret und anhand von Beispielen: „Uns ist aufgefallen, dass Du gestern und letzte Woche zweimal früher gegangen bist. Gab es dafür einen wichtigen Grund? Die Kollegen X und Y hätten noch Unterstützung beim Projekt gebraucht.“
Regeln festlegen:
Ist das Problem identifiziert, sollten alle gemeinsam nach Lösungen suchen und konstruktiv an Regeln arbeiten, die für das gesamte Team gelten. Sie können vielleicht sogar an das Whiteboard geschrieben oder an die Tür gehängt werden. Dabei ist besonders wichtig, eine hitzige Diskussion wieder zu versachlichen und positive Ergebnisse festzuhalten. Die Auseinandersetzung sollte sich immer um die Sache drehen, nie um Persönliches. Hilfe hinzuholen:
Manche Situationen sind so festgefahren, dass sie sich nicht durch das Team selbst lösen lassen. Gerade länger schwelende Konflikte können kaum mit Argumenten und Teamregeln gelöst werden. Verständigen Sie sich also auf einen Moderator des Konflikts. Das kann ein Vorgesetzter sein oder eine Vertrauensperson aus dem Betriebsrat. Können Sie sich nicht auf jemanden einigen, dann sprechen Sie mit der Personalabteilung. Die kennen sich mit solchen Fällen aus und können bei Bedarf einen externen Mediator hinzuziehen.
Fünf gerade sein lassen:
Überlegen Sie noch mal genau, ob die Situation wirklich so ernst ist. Haben Sie im Team vielleicht gerade besonders viel Stress? Ist der junge Vater einfach übernächtigt, die Kollegin hat Liebeskummer und der gemeinsame Kunde ist für alle anstrengend? Dann kann eine gemeinsame Mittagspause in der Pizzeria nebenan oder den Tischkicker nach Feierabend vielleicht schon manche Spannung lösen. Einen Versuch ist es allemal wert!

