6 Tipps für agile & erfolgreiche Zusammen­arbeit im Team

So lässt sich der Spagat zwischen agiler Zusammen­arbeit, die Kreativität und Innovation fördert und gleich­zeitig Sicherheit und Stabilität vermittelt, schaffen.

Gruppe sitzt am Tisch, zwei reichen sich lächelnd die Hände

Zusammenarbeit in einem Team ist nicht immer einfach. Vor allem dann nicht, wenn es in kurzer Zeit schnell wächst und grund­sätzlich dauernder Veränderung unterliegt. Die zentrale Frage lautet: Wie schaffen wir den Spagat zwischen einer agilen Zusammen­arbeit, die Kreativität und Innovation fördert und einem vertrauens­vollen Umfeld, das Sicherheit und Stabilität gibt?

Gute Zusammen­arbeit im Team passiert nicht einfach so. Neben der Grund­voraussetzung, nämlich die richtigen Menschen an Bord zu holen, mit der richtigen DNA, den richtigen Fähig­keiten und der richtigen Einstellung, erfordert es eben auch Werkzeuge, die gemeinsam genutzt werden. Diese sollen die Kollaboration im Team vereinfachen, strukturieren, effizienter gestalten und dabei dennoch genug Freiraum für Kreativität schaffen. Das gilt insbesondere für ein Team, in dem die einzelnen Kollegen viele Schnitt­stellen untereinander haben.

Durch den gezielten Einsatz von solchen Werk­zeugen stellen wir sicher, dass diese Schnitt­stellen auch sichtbar sind, Potenzial ausgeschöpft wird und ganz neue Möglich­keiten und Ideen entstehen. Dies nennt sich Connected Marketing.

Vor den Tipps sind einige Grund­regeln zu beachten:

#1 Nicht alles auf einmal

Wenn man anfängt, sich mit agiler Zusammen­arbeit zu beschäftigen, läuft man schnell Gefahr, zu viele Sachen gleichzeitig ausprobieren zu wollen. Es lohnt, Tools nach und nach einzuführen. So hat das Team Zeit, sich an diese zu gewöhnen und zu sehen, welche wirklich nützlich sind.

#2 Das Team entscheidet

Führungskräfte glauben andauernd, sie wüssten es besser. Aber genau das ist nun mal nicht (immer) der Fall. Natürlich kann man nicht alle Entscheidungen ins Team geben. Aber wie zusammen­gearbeitet wird, das sollte von allen gestaltet und gemeinsam entschieden werden. Das bedeutet, Kontrollen abgeben und gleichzeitig Commitment aufbauen - eine entscheidende Komponente bei der Einführung und vor allem Beibehaltung dieser Werkzeuge.

#3 Ja, nein, vielleicht…?

Jedes Tool braucht eine gewisse Beobachtungszeit. Vorher entscheiden, wie lange diese “Probezeit” dauert, ist sinnvoll. In dieser commited sich jeder im Team, das Tool auszuprobieren. Erst am Ende wird dann Feedback gesammelt und abgestimmt, ob damit weiter­gemacht wird oder nicht. Tools, die so nebenbei dümpeln, aber eigentlich nicht mehr genutzt werden, gibt es dann nicht.

Auf diesen drei Grundregeln aufbauend, nun zu den Tipps.

Unsere 6 Tipps für erfolg­reiches Zusammen­arbeiten

1. Fuck-up Hour / Innovation Hour

Wir machen alle Fehler. Aber selten zweimal die gleichen - weder als Person noch im Team. Ein Grund dafür ist, dass wir offen mit diesen umgehen und sie sogar feiern in unserer Fuck-up Hour. Zwei­wöchentlich setzen wir uns zusammen und jemand aus dem Team stellt freiwillig sein letztes Fuck-up vor. Dabei soll dieses vor allem lehrreich sein für die anderen. Neben dem Lerneffekt schafft das zudem Vertrauen im Team.

Falls innerhalb von zwei Wochen kein lehrreicher Fuck-up passiert, stellt jemand aus dem Team eine Innovation vor. Das kann eine Technik sein, mit der man sich selbst besser managen kann oder seine Rhetorik verbessert. In beiden Fällen heißt das Credo: Share the love!

2. Daily Stand-up

Jeden Tag um 9 Uhr, wenn die meisten Kollegen starten, kommen wir zusammen. Früher war das die grüne Couch im Office, heute ist das oft der Teams Call, für das Daily Stand-up. Jeder Kollege erzählt dabei, was seine wichtigsten ToDos für den Tag oder schönsten Learnings der letzten Tage waren. Das Stand-up fällt nie aus - unabhängig davon, wie viele Menschen im Büro oder online sind und egal ob die Führungskraft dabei ist. Wie oft kommt es vor, dass Kollegen in einem Team nicht wirklich mitbekommen, was der jeweils andere macht? Dadurch gehen Synergien und Möglichkeiten flöten. Die tägliche Vernetzung unter­einander wirkt dem entgegen.

3. Fokuszeit

Ein anderes Werkzeug, ist die Fokuszeit: Das heißt, wir reden von 10:00 bis 11:00 Uhr in unserer Abteilung nicht oder lassen uns online nicht stören. Kein Telefon, keine Meetings, kein Smalltalk, einfach absolute Stille. Jeden Tag. Das ist unser Tool und die Erfolge sind super. Das Team legt sich gezielt Aufgaben in diese Zeit, die ununter­brochene Konzentration erfordern. Dadurch schaffen wir mehr. Und das durch so eine kleine, aber auch radikale Veränderung. Die Fokuszeit kommt aus der Toolbox von “Workhacks” Begründerin Lydia Schültken.

4. TGIT - Thank God It’s Today Call

Einmal die Woche findet ein TGIT Call statt als Brücke zwischen den wichtigsten Updates im Team und der Marketing-Führung. Dabei wählt sich jeder Kollege in den Video-Call ein und das Führungs­team berichtet aus dem “Funkhaus” darüber, was letzte Woche passiert ist, welche Updates es aus dem Team gibt und was nächste Woche ansteht. So schaffen wir eine Wissens­basis im gesamten Team und eine konstante Plattform, um Neuigkeiten zu kommunizieren.

5. All-Hands Meeting

Einmal im Quartal findet das All-Hands Meeting statt. Dort kommen dann wirklich alle Kollegen und Free­lancer zusammen. Der Fokus jedes All-Hands Meetings ist ein anderer, aber die Haupt­bestand­teile bleiben gleich: KPI’s und andere Ziele für das nächste Quartal werden besprochen und die letzten Monate werden zusammen­gefasst. Dabei machen wir auch immer einen Exkurs und lernen etwas Neues. In Teamarbeit werden konkrete Sachen erarbeitet, die relevant für unsere Arbeit sind. Und ebenfalls wichtig: Wir feiern Erfolge gemeinsam!

6. Google Apps for Work

Zwischen den täglichen, wöchentlichen und viertel­jährlichen Tools, gibt es eins, das uns praktisch immer begleitet: Teams und Sharepoint. Über dieses Social Collaboration Tool arbeiten wir gemeinsam und gleich­zeitig an Dokumenten, tauschen uns ortsunabhängig schnell aus und finden wichtige Sachen schnell wieder.

FAZIT

Kollaboration im Team ist ein Prozess, der aktiv von der Führungs­kraft und dem gesamten Team gesteuert werden muss. Ein Rezept, das für jedes Team passt, gibt es nicht. Die hier vorgestellten Werk­zeuge, helfen sehr gut dabei, eine vertrauens­volle, effiziente, stabile und agile Zusammen­arbeit aufrecht­zuerhalten. Welche davon Ihr Team erfolgreich macht, können Sie Stück für Stück ausprobieren. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Kollaboration!