Jeder spricht darüber, jeder braucht sie: Soft Skills. Denn wer Karriere machen will, braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch soziale Kompetenzen. Mittlerweile zählen sie im Beruf sogar zu den Schlüsselqualifikationen. Wir verraten Ihnen, welche persönlichen Eigenschaften wesentliche Erfolgsfaktoren für die Karriere sind und welche Personalverantwortliche davon besonders schätzen.
Die wichtigsten Soft Skills
1. Problemlösung/Entscheidungskompetenz
Die Fähigkeit zur Problemlösung ist beruflich eine der wichtigsten Kompetenzen. Während Meetings häufig ohne Ergebnis enden und Menschen insgesamt ungern Entscheidungen treffen, braucht jedes Team einen lösungsorientierten Entscheider oder Entscheiderin. Diese Eigenschaft ist laut Umfrage aus Arbeitgebersicht die wichtigste soziale Fähigkeit. Trauen Sie sich im Job ruhig etwas zu und packen Sie das Problem am Schopf – Kolleg*innen und Vorgesetzte werden es Ihnen danken.
2. Teamfähigkeit
Das wohl berühmteste Soft Skill ist Teamfähigkeit. In vielen Vorstellungsgesprächen wird direkt danach gefragt, ob Sie ein Teamplayer sind oder nicht. Denn mit dieser Eigenschaft lassen sich andere Charakterzüge erkennen. Teamworker sind nicht nur hilfs- und kompromissbereit, sie kennen auch ihre Rolle sowie damit einhergehende Erwartungen im Team und verhalten sich entsprechend.
3. Kommunikative Kompetenz
„Kommunikation ist das A und O“ – das gilt heute mehr denn je. Schließlich geht es um viel mehr als das gesprochene Wort. Kommunikations-Skills umfassen sowohl das mündliche als auch das schriftliche Ausdrucksvermögen. Darauf Wert legt insbesondere die Berater- und Dienstleistungsbranche. Denn die Fähigkeit zum Networking und Smalltalk erhöht die Chance auf den beruflichen Erfolg. Zur Kommunikationsfähigkeit gehört auch, sich in das Gegenüber hineinzufühlen und sich so auszudrücken, dass das Gegenüber uns versteht. Gerade im internationalen Umfeld und bei kulturellen Unterschieden ist dieser Skill sehr wichtig.
4. Kritikfähigkeit
Fehler zu machen, ist nie schön. Doch wer sie eingesteht, zeigt gleichzeitig Akzeptanz und Verständnis. Ein offener Umgang mit eigenen Fehlern kommt im Team gut an. Denn Kolleg*innen, die Kritik abschmettern und die Schuld bei anderen suchen, sind nicht beliebt. Kritikfähig zu sein bedeutet übrigens nicht nur selbst konstruktive Kritik zu üben, sondern auch Feedback anzunehmen, zu reflektieren und entsprechend umzusetzen.
5. Lernbereitschaft
Eine unterschätzte, jedoch nicht minder wichtige Eigenschaft ist die Bereitschaft sich weiterzubilden. Durch die Digitalisierung ändert sich unsere Arbeitsweise rasant und permanent. Neue Berufe und Arbeitsmodelle entstehen. Wer in Zeiten der sich verändernden Arbeitswelt am Ball bleibt und sowohl persönliche als auch fachliche Kompetenzen durch Weiterbildungen ausbaut, hat besonders gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn wie ein altes Sprichwort sagt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.Soft Skills Training
Lassen sich Soft Skills überhaupt erlernen, wenn sie über die fachliche Kompetenz hinausgehen? Oder sind Rhetorik, Selbstbewusstsein und andere Charaktereigenschaften Sache von Eltern, Schulbildung oder gar in unseren Genen? Die gute Nachricht: Man kann an seiner sozialen Fähigkeit arbeiten und sich weiterentwickeln. Am Anfang ist es notwendig, Ihre Fähigkeiten zu analysieren. Denn nur wer sich selbst kennt, ist sich über seine Stärken und Schwächen im Klaren. Beim Soft-Skills-Training kommt man mit bloßem Auswendiglernen allerdings nicht sehr weit. Es ist jedoch hilfreich, sich Grundlagen- und Methodenwissen, etwa Kommunikationsmodelle, Techniken zu Zeit- und Konfliktmanagement, anzueignen. Bei sozialen Fähigkeiten gilt: All das Wissen und Kompetenz nützen Ihnen wenig, wenn Sie es in der Praxis nicht anwenden können. Der Besuch von Coachings und Fortbildungen lohnt sich, da sowohl Theorie und Praxis trainiert werden.

