Herausforderung Kunde – drei Tipps gegen Mitarbeiterfrust im Handel

Unzufriedene Kunden sind eine große Herausforderung und gesundheitliche Belastung für Mitarbeiter im Handel. Daher hier 3 Tipps gegen den Frust.

Mann sitzt mit geballter Faust am Tisch, Kopf auf der Laptoptastatur, am schreien

Wer im Handel arbeitet, hat sich in der Regel für diese Branche entschieden, weil er gerne Kontakt mit Menschen hat. So spannend und erfüllend es ist, jeden Tag Kundenkontakt zu haben, so anstrengend kann diese Art von Arbeit auch sein. Mal beschweren sich Leute, weil Ihnen aus Ihrer eigenen Sicht nicht ausreichend geholfen wird, doch dem Verkäufer beispielsweise bei einer wenig kulanten Umtauschregelung die Hände gebunden sind. Dann wiederum bekommt man grundlos Ärger ab, weil jemand einfach einen schlechten Tag hat.

Wenn Sie im Handel arbeiten und genau dieses Frustgefühl kennen, ist das kein Zufall. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hatte in einem ehemaligen Handelsreport das Thema Belastungen in der Branche unter die Lupe genommen. Ergebnis: Sieben von zehn Beschäftigten gehen bei der Arbeit an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit – insbesondere, weil die emotional fordernde Arbeit mit Nörgel-Kunden belastet. Viele Beschäftigte im Groß- und Einzelhandel arbeiten am Limit, so die Krankenkasse zu ihrem Report.

3 Tipps gegen Mitarbeiterfrust im Handel

Freundlich bleiben, auch bei Ärger

Das Problem beschreiben die Gesundheitsexperten so: „Im Kundenkontakt zählen Schnelligkeit und eine positive Grundhaltung. Die Beschäftigten müssen immer freundlich bleiben, auch bei hoher Arbeitsbelastung. In der Auseinandersetzung mit anspruchsvollen Kunden entstehen Situationen, die emotional sehr belastend sein können.“ 

Wenn der Kundenstress groß ist, geht den meisten Handelsprofis die Arbeit an die Nieren, Eine Folge: psychische Erkrankungen sind im Einzelhandel die Ursache für jeden sechsten Fehltag. Zudem fehlt es dem Handelsreport nach in den Unternehmen häufig an einem geeigneten Aufenthaltsraum. Die Pause in Abstell- oder Lagerräumen zu verbringen, gehört für jeden Dritten zum Arbeitsalltag. Hinzu kommt, dass etwa die Hälfte der Beschäftigten mit viel Kundenkontakt kaum selber entscheiden können, wann sie Pausen machen.

Ein gutes Umfeld und ein guter Chef   

Allerdings hat die Krankenkasse auch herausgefunden, wie es möglich ist sich vor Kundenfrust und anderen Belastungen im Handel zu schützen. Das wichtigste für die Beschäftigen ist ein gutes Umfeld. Wichtig sind dabei vor allem die Vorgesetzten. Sie müssen Themen wie Sicherheit und Gesundheit ernst nehmen und nicht als Lappalie abtun. Das ist essenziell im Hinblick auf die Gesundheit, den Erhalt der Arbeitsfähigkeit und damit auch der Produktivität.“ 

Wenn Vorgesetze in Auseinandersetzungen mit schwierigen Kunden den Rücken stärken hilft dies extrem, wenn Frust aufkommt. Leider scheinen hier einige Führungskräfte Nachholbedarf zu haben. Drei von zehn Befragten fühlen sich nie oder nur selten von ihrem direkten Vorgesetzten unterstützt.

Bewegung hilft gegen Frust

Um sich gegen Kundenfrust zu wappnen, lässt sich auch individuell einiges tun. Es hilft sich sich zu vergegenwärtigen, dass jeder, der sich beschwert, auch eine Chance darstellt. Denn Kund*innen, die stillschweigend einfach wegbleiben sind verlorene Kund*innen ohne eine Möglichkeit zu haben, die Beziehung wieder in eine positive Richtung zu lenken. Und auch wenn Ihnen nicht danach nicht zu Mute ist, ist es wichtig das Lächeln zu behalten. Denn Lächeln entspannt und hilft dem Körper, Stress abzubauen. Probieren Sie es mit einem Spaziergang in der Pause, denn Bewegung in der frischen Luft hilft Frust und Stress zu verarbeiten. Oder testen Sie am besten mal die 10 besten Ärger-Killer von Gesundheit.de.