Kurzüberblick Lackierer
Aufgaben
Oberflächen vorbereiten und lackieren- bzw. beschichten / Schutz- und Dekorbeschichtungen / Qualitätskontrolle und Oberflächenfinish
Skills
Handwerkliches Geschick & Sorgfalt / Farb- und Materialkenntnis / Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit
Ausbildung
Duale Ausbildung: Meist „Maler und Lackierer“, Dauer: 3 Jahre
Gehalt
Ca. 32.000 - 47.000 € brutto/Jahr (ca. 15 - 23 €/Std.)
Alles zu Aufgaben, Gehalt & Weiterbildung bei Lackierer Jobs
Aufgaben und Arbeitsort Lackierer
Ein Lackierer ist Fachkraft für Oberflächenbehandlung und Beschichtung, die Werkstücke oder Bauteile mit schützenden oder dekorativen Lack- bzw. Farbschichten versieht.
Typische Aufgaben:
- Oberflächen reinigen, vorbereiten und vorbehandeln (z. B. schleifen, entgraten, entfetten)
- Lackieren bzw. Beschichten mit Lacken, Farben oder Spezialbeschichtungen je nach Material und Anforderung
- Kontrolle und Beurteilung der Qualität von Lackschichten sowie Nacharbeiten bei Fehlern oder Mängeln
Arbeitsorte:
- Betriebe im Handwerk (z. B. Maler- und Lackierbetriebe)
- Industrieunternehmen mit Fertigung (z. B. Maschinenbau, Metallverarbeitung, Möbel- oder Fahrzeugbau)
- Lackierzellen, Werkstätten, Produktionshallen
Die Ausbildung zum Lackierer
Voraussetzung:
- Mindestens Hauptschulabschluss bzw. guter Schulabschluss
- Handwerkliches Geschick
- Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit
- Gutes Farbempfinden
- Körperliche Belastbarkeit
Wie wird man Lackierer:
- Häufig über den dualen Ausbildungsberuf Maler und Lackierer
- Ausbildung im Betrieb + Berufsschule, Dauer: 3 Jahre
Wo findet die Ausbildung statt:
- Betrieb (praktische Arbeit) + Berufsschule (theoretische Ausbildung)
Dauer:
- Regelzeit: 3 Jahre
Abschluss:
- Gesellenbrief (Facharbeiterabschluss)
Das Gehalt eines Lackierer
Durchschnittsgehalt: 32.000 – 47.000 € brutto/Jahr bzw. ca. 15 – 23 €/Stunde
Einstiegsgehalt (Junior):
Einstiegssumme circa 32.000 - 37.000 € brutto/Jahr (ca. 15 - 18 €/Stunde)
Mit Berufserfahrung (Senior):
Mit mehrjähriger Erfahrung bis etwa 40.000 - 47.000 €/Jahr möglich (je nach Branche und Verantwortung auch mehr möglich)
Regionale Unterschiede:
- Gehälter variieren je nach Bundesland und Region — abhängig von Lebenserhaltungskosten, Branche und Arbeitgebergröße
Weiterbildungen für Lackierer
Weiterbildungsmöglichkeiten:
- Weiterbildung zu Industrielackierer möglich, ggf. mit Spezialisierung auf bestimmte Materialien oder Oberflächenarten
- Weiterbildung über Fachkurse zu modernen Lackierverfahren, Spezialbeschichtungen oder Oberflächenveredelung
- Optional: Weiterbildung zum Meister im Maler- und Lackiererhandwerk — sinnvoll für Führungsrollen oder Selbstständigkeit
Spezialisierungen:
- Fahrzeuglackierung
- Industrielackierung
- Holz- und Möbellackierung
- Airbrush-Design
- Korrosionsschutz / Spezialbeschichtungen
- Smart-Repair / Spot-Repair
Kosten von Weiterbildungen:
- Kosten und Fördermöglichkeiten variieren je nach Anbieter und Bundesland
- Häufig Förderung durch Betriebe, BAföG oder Förderprogramme für Weiterbildung
Weiterbildung in Eigenregie:
- Online-Kurse zur Lacktechnik (z. B. moderne Lackiersysteme, Farbtonmanagement)
- E-Learning zu Arbeitssicherheit & Materialkunde
- Zertifikate für Oberflächenprüftechniken
Welche Berufe sind ideal, um sich zum weiterzubilden:
- Industrielackierer
- Fahrzeuglackierer
- Produktionsmitarbeiter in der Oberflächenbearbeitung
- Maschinen- und Anlagenführer (mit Erfahrung in Lackierlinien)
- Holzmechaniker oder Tischler (für Möbellackierung)
- Metallbauer (für industrielle Beschichtungen)
Aussichten für Lackierer
Nachfrage am Markt:
Die Nachfrage nach Lackierern bleibt stabil bis steigend. Besonders im industriellen Umfeld, in der Automobilbranche und im Metall- sowie Maschinenbau sind qualifizierte Fachkräfte weiterhin knapp. Durch neue Beschichtungstechnologien, nachhaltige Lacke und steigende Anforderungen an Oberflächenqualität benötigen viele Unternehmen Lackierer mit moderner Fachkompetenz.
Wo sind Lackierer am gefragtesten:
Lackierer werden besonders in Regionen gesucht, in denen Industrie, Fahrzeugbau und produzierendes Gewerbe stark vertreten sind. Dazu zählen:
- Baden-Württemberg (Automobilindustrie, Maschinenbau, Metalltechnik)
- Bayern (Fahrzeuglackierung, Industrieunternehmen)
- Nordrhein-Westfalen (Metallverarbeitung, Produktion, Großindustrie)
- Sachsen & Thüringen (Automobilzulieferer, Fertigung & Beschichtungstechnik)
- Norddeutschland (Schiffbau, Industrie, Maschinenbau)
Auch Ballungsräume wie Stuttgart, München, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Leipzig zeigen überdurchschnittlich hohe Nachfrage.
Welche Unternehmen suchen Lackierer:
Unternehmen, die Lackierer einstellen, stammen überwiegend aus Branchen mit hohem Bedarf an Oberflächenbearbeitung, Beschichtung und Qualitätsfinish. Dazu gehören:
- Maler- und Lackierbetriebe
- Industriebetriebe (Metallverarbeitung, Maschinenbau, Anlagenbau)
- Automobilhersteller und Fahrzeugbauunternehmen
- Fahrzeuglackierereien und Karosseriewerkstätten
- Holz- und Möbelbetriebe (Lackierung von Möbelteilen und Oberflächen)
- Produzenten von Kunststoff- und Verbundwerkstoffen
- Unternehmen mit Lackierstraßen / Beschichtungsanlagen
- Betriebe im Bereich Oberflächenveredelung, Pulverbeschichtung oder Korrosionsschutz

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FAQ - Lackierer
Was sind die Aufgaben eines Lackierer?
Lackierer bereiten Oberflächen vor, tragen Lack- oder Beschichtungsmaterial auf und kontrollieren Qualität und Finish.
Was verdient ein Lackierer?
Wie lange dauert eine Ausbildung zum Lackierer?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre und endet mit der Gesellenprüfung.
Welche Weiterbildungen gibt es für Lackierer?
- Spezialisierungen wie Industrielackierer
- Fachkurse für spezielle Beschichtungen
- Meisterausbildung
Welche Fähigkeiten braucht man als Lackierer?
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfalt
- Gutes Farb- und Materialverständnis
- Teamfähigkeit
- Verantwortungsbewusstsein