Human Branding – der Bewerber als Marke

Wer beruflich vorankommen will, sollte sich überzeugend selbst vermarkten. Eine gelungene Kurzvorstellung bei der Jobsuche ist wichtig. Was der eigenen Marke hilft.

Frau lacht mit offenen Armen Richtung Kamera; Hintergrund: Fluss, Stadt, Bäume

Wer beruflich vorwärtskommen will, sollte überzeugende Antworten auf Fragen parat habe wie: Wer bin ich? Was kann ich? Was zeichnet mich aus? Ein Jobsuchender bekommt solche Fragen immer wieder gestellt. Eine gelungene Kurzvorstellung parat zu haben, ist wichtig.

Wie geht Selbstvermarktung?

Sich die passenden Antworten zurechtzulegen und überzeugend vorzutragen, ist nichts anderes als Selbstmarketing. Zwar lassen sich Menschen nicht mit Produkten vergleichen, doch genauso wie ein schnelles Auto oder ein Fernseher mit gestochen scharfem Bild hat auch jeder Mensch besondere Qualitäten. Diese zeichnen ihn aus und mit denen kann er für sich werben, zum Beispiel bei einem möglichen Arbeitgeber.

Vielleicht können Sie besonders gut mit Zahlen umgehen. Oder Sie sind ein geschickter Handwerker. Vielleicht beherrschen Sie mehrere Fremd­sprachen. Oder Sie können besonders gut mit Menschen umgehen. Vielleicht haben Sie schon besondere Erfahrungen hinter sich: eine abgeschlossene Ausbildung, ein Studium, spannende Jobs in verschiedenen Unternehmen oder Branchen. Vielleicht haben Sie ein ungewöhnliches Hobby oder engagieren sich ehrenamtlich.

Die eigene Marke – das Human Branding

Aus all den vielen eigenen Bausteinen kann sich ein einzigartiges Bewerber­profil zusammensetzen. Denn darauf kommt es an – so wie in der Werbung das betont wird, was ein Produkt von allen anderen unterscheidet. Weil auch jeder Mensch einzigartig ist, hat er einen Wieder­erkennungs­wert. Und je stärker er seine Besonderheiten betont, desto höher ist der Wieder­erkennungs­wert – und desto stärker die eigene Marke. Daher bezeichnet man dieses Vorgehen auf Neudeutsch auch als „Human Branding“.

Besonders wichtig sind eine starke Marke und ein hoher Wieder­erkennungs­wert für Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Man denke nur an Künstler wie Madonna und Lady Gaga. Aus dem Selbst­marketing wird hier eine Selbst­inszenierung, ohne die der Erfolg mancher Künstler nicht denkbar wäre. Auch Politikern oder Wissen­schaftlern kommt „Human Branding“ zugute. Je leichter es fällt, sich an sie zu erinnern, desto schneller werden sie gewählt oder als Experten befragt.

Soziale Medien für das Eigen­marketing nutzen

Doch auch der normale Bewerber inszeniert sich selbst. Das fängt schon bei der Bewerbungs­mappe an. Zeugnisse, Referenzen, das Foto – all das dient dazu, sich selbst gut zu „verkaufen“. Und dann gibt es noch die sozialen Medien. Egal ob privat bei Facebook oder beruflich auf XING: Die Netzwerke dienen – neben der Kommunikation mit anderen Nutzern – in erster Linie als Plattform der Selbstdarstellung.

Wer als Jobsuchender Spaß am Selbst­marketing hat, kann neben XING und LinkedIn auch einen eigenen Blog nutzen, um die eigene Marke aufzupolieren. Sie können dort Erfahrungen, Fähigkeiten und besondere Interessen ausführlich darstellen und damit potenzielle Arbeit­geber auf sich aufmerksam machen.