Mensch oder schon Maschine?

Künstliche Intelligenz (KI) erobert die Unternehmen. Wir zeigen Ihnen 3 Roboter, die Einzug in unseren Alltag erhalten haben.

Person schraubt am eigenem (mechanischen) Arm mit Werkzeug rum

Vor mehr als 40 Jahren wurden zwei Roboter durch die „Star Wars“-Filme berühmt. Heute wirken die beiden mechanischen Kumpel alt. Mittlerweile helfen fast überall technische Neuerungen den Menschen bei der Arbeit oder sie erleichtern unser Leben. Künstliche Intelligenz (KI) erobert die Unternehmen, Chatbots beraten Kunden beim Online-Shopping und Roboter steuern ganze Operationen in den Krankenhäusern. Die Grenzen verschwimmen – was ist noch menschlich und was ist ein Roboter?

Wir zeigen Ihnen Roboter, die Einzug in unseren Alltag erhalten haben. Doch keine Sorge: Roboter sind weiterhin stark auf die Kolleg*innen aus Fleisch und Blut angewiesen.

„Connie“ – Der Roboter für Hotelgäste

Er hieß„Connie“, sah etwas seltsam aus und arbeitete im Hilton Hotel in Virginia, USA. Der freundliche Consierge war immer freundlich und informierte die Gäste über lokale Attraktionen, half bei Problemen im Hotel und machte nie Feierabend. „Connie“ wurde von IBM entwickelt und lernte durch die Fragen der Gäste. Je mehr Interaktion stattfand, umso schlauer wurde er. Der Innovationsbereich der Hilton Hotel Gruppe hatte dabei den Anspruch, sich auf die Reisenden zu konzentrieren. Sie wollten Ihren Gästen das Reisen leichter, einfacher und angenehmer machen. Selten war die Hilfe durch Roboter so sichtbar wie in dieser Hotellobby.

Ein Chip, der unter die Haut geht

Doch einige gingen noch viel weiter. Nur Mensch zu sein, reichte nicht mehr aus. Als Cyborgs (Mischwesen aus biologischem Organismus und Maschine) wollen die Menschen ihre Fähigkeiten dramatisch erweitern – meist dank implantierter technischer Hilfsmittel. In den USA war diese Szene schon weit fortgeschritten. Da öffneten Mikrochips unter der Haut unsichtbar die Türen und mit implantierten Magneten liessen sich elektrische Felder spüren. Doch nicht immer lief die Modifizierung des Körpers rund. Der australische Body-Hacker „Meow Ludo Disco Gamma“ hatte sich den Chip eines Nahverkehrsunternehmens, sozusagen als dauerhafte Fahrkarte, implantieren lassen. Doch eines Tages öffneten sich die Sperren der U-Bahn nicht mehr für ihn. Der Chip war deaktiviert worden, weil Meow ihn manipuliert haben soll. Jetzt klagt der Body-Hacker gegen das Transportunternehmen.

Google Duplex: Wenn das Handy für uns Termine ausmacht

Google hat sein menschlich klingendes Google Duplex auf der ganzen Welt eingeführt, und es ist jetzt in mehr als fünfzehn Ländern verfügbar, darunter auch in Großbritannien. Die Software klingt nicht nur wie ein Mensch, sie verhält sich auch so am Telefon, wenn sie für uns zum Beispiel beim Friseur oder in der Werkstatt anruft, um einen Termin auszumachen. In Tests wurde gezeigt, dass die Menschen am anderen Ende der Leitung, gar keine Ahnung hatte, dass sie mit einer Software telefonieren. Nun sollen sogar Promis ihr Stimme "leihen", die dann von Google Duplex genutzt werden kann. Eine gruselig gute Technologie, die auch viele ethische Fragen auswirft.